Auch wenn nun Ringier nach der erfolgten "Nicht-Vergabe" der UKW Konzession fuer ENERGY Züri Rekurs einlegen wird, sollte der Sender jetzt erst recht die Flucht nach vorn antreten und schon mal auf nationalem Terrain aktiv werden. ENERGY verfuegt bekanntlich ueber eine Konzession fuer das Spartenradio "Radio for Youngsters", welches Ringier resp. die NRJ Group ja auf dem im Fruehjahr 2009 startenden DAB+ Ensemble ausstrahlen wollte. Ausserdem gesellte sich ENERGY Züri zum Kreis jener "meldepflichtigen Programme", welche ebenfalls ueber das besagte DAB+ Ensemble ausgestrahlt werden moechten.
ENERGY Züri sollte diese Chance jetzt packen und sein Programm mit einer digitalen Verbreitung schon mal landesweit anbieten! Der Sender wuerde dadurch zusaetzliche Hoerer gewinnen und eben noch mehr Aufmerksamkeit erlangen. Vor allem schafft der Kanal aber damit jetzt schon eine alternative Empfangsmoeglichkeit fuer seine Stammhoerer. Ob dann der (UKW-)Stecker nach all den Rekursen tatsaechlich einmal ausgesteckt wird, steht ja noch auf einem ganz anderen Blatt.
Freitag, 31. Oktober 2008
Chance fuer Radio Energy
Eingestellt von digiradio um 21:43
Labels: DAB+, Lokalradio
Sonntag, 26. Oktober 2008
Rettet Radio Multikulti!
Nachdem Ende letzten Jahres Radio Tropic vom Zürcher Aether verschwunden ist, kam diesen Fruehling die naechste Hiobsbotschaft fuer die Freunde des multikulturellen Radios. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hat damals beschlossen, radiomultikulti per Ende 2008 einzustellen und stattdessen Funkhaus Europa des WDR auf der Berliner Frequenz 96.3 MHz zu verbreiten.
Allmaehlich rueckt nun das drohende Ende naeher. Berlin und die Welt des Radios werden damit um einen einzigartigen Sender aermer. Im Zeitalter immer aehnlicher toenender Mainstream Programme ist es besonders bedauerlich, wenn wieder ein Farbtupfer der Radiolandschaft verschwinden wird.
Mit dem Freundeskreis radiomultikulti bildete sich in den letzten Monaten eine Gegenbewegung, welche die bevorstehende Abschaltung verhindern will. Diese Gegenbewegung findet nun auch immer mehr Zuspruch aus Kreisen der Politik. Der RBB veranstaltet mit radiomultikulti das spannendste Hoerfunkprogramm der ARD. Das Format haette Potential, landesweit und ueber die Grenzen hinaus zu einer Institution zu werden. radiomultikulti muesste zum festen Bestandteil des geplanten deutschlandweiten Digitalradio Pakets gehoeren. Flucht nach vorn, lieber RBB, das waere jetzt angesagt, wenn die oeffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ihr Profil auch in Zukunft erhalten wollen!
Eingestellt von digiradio um 18:37
Labels: Spartenradio
Donnerstag, 23. Oktober 2008
Kastriertes Online Angebot von ARD und ZDF
Lange Zeit wurde ganz heftig darueber diskutiert, ob und in welcher Intensitaet sich oeffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten im Online Bereich engagieren duerfen. Die politische Debatte wird in der Schweiz genauso hitzig gefuehrt, wie in anderen Laendern Europas. In Deutschland wurde nun der neue Rundfunkstaatsvertrag formuliert, welcher das Taetigkeitsfeld von oeffentlich-rechtlichen Anstalten wie ARD und ZDF ganz genau regeln wird. Der Rundfunkstaatsvertrag legt unter anderem fest, dass Online Angebote von ARD und ZDF nur "sendungsbezogen" und maximal waehrend sieben Tagen abrufbar sein duerfen. Bei Informationen rund um Sport- und Grossereignisse beschraenkt sich diese Frist gar auf 24 Stunden!
Die Reihen der Zeitungsverleger und privaten Rundfunkveranstalter konnte sich also durchsetzen und verhindert dabei, dass qualitativ hochstehender Journalismus "made in Germany" auch im Internet uneingeschraenkt zugaenglich bleibt. Es ist ein Hohn, dass im Zeitalter von Flatrates und Breitband Internet solche rueckwaertsgerichteten Entscheide ueberhaupt eine Ueberlebensfaehigkeit haben und die weitere Entwicklung unserer Informationsgesellschaft dermassen einschraenken koennen. Oeffentlich-rechtliche Anstalten wie ARD und ZDF waeren foermlich dazu praedestiniert gewesen, mit deren Innovationskraft und journalistischer Kompetenz den Konvergenzgedanken voran zu treiben. Projekte fuer Video-on-Demand oder Online Archive duerften somit fuer laengere Zeit ad acta gelegt werden. Mit Gebuehrengeldern finanzierte Produktionen bleiben so dem Publikum von Radio und Fernsehen vorbehalten, obschon sich die Beduerfnisse in Bezug auf unsere Mediennutzung stark veraendert haben. Kaum vorstellbar, dass private Medienunternehmen diese Herausforderung nun selber in die Hand nehmen und uns im Sinne eines "Service publique" mit vergleichbaren Diensten versorgen werden, es sei denn, sie finden eine Moeglichkeit, ihre Contents im Sinne der Zweitverwertung als Pay-Angebote zu vermarkten. Viel mehr Innovation darf wohl kaum erwartet werden.
Bleibt zu hoffen, dass dieses Beispiel politisch verordneter Bevormundung nicht Schule machen wird, sondern sich alleine auf Deutschland beschraenken wird.
Eingestellt von digiradio um 21:22
Labels: Audio on Demand, IPTV, Mediathek, Medien Konvergenz, Video on Demand
Donnerstag, 16. Oktober 2008
Cablecom Collection ade?
Eigentlich wollte ich mich nur mal kurz in einem UE Geschaeft etwas umsehen, als ich von einem gepflegten juengeren Herrn angesprochen werde. Der junge Mann wollte mir die Vorteile von Cablecom digital-tv erklaeren, worauf ich ihm erwiderte, dass ich der Cablecom eben erst den Ruecken kehren musste und mein Anschluss naechstens plombiert werden duerfte. Auf mein Argument, dass mich Bluewin TV wunderbar mit franzoesischsprachigen Programmen bedienen kann, waehrend dies bei Cablecom eben nicht moeglich ist, da diese ja die Kapazitaeten lieber fuer den "strategischen Vorteil" des analogen Angebots verwenden, blieb der gute Mann erst einmal ganz ruhig. Im Verlauf unseres Gespraechs habe ich ihn dann etwas beruhigt und ihm gesagt, dass ich mir das Angebot von Cablecom digital-tv gerne wieder naeher anschauen werde, sobald der Engpass behoben sei und auch Cablecom in der Lage ist, mit einem entsprechenden Line-Up aufzuwarten.
Der junge Herr meinte darauf hin, dass ich mir das Angebot dann aber ganz genau anschauen muesse, da sich naechstes Jahr wohl etwas aendern werde. Er sprach davon, dass ich im Verlauf des naechsten Jahres nur noch fuer jene Kanaele etwas bezahlen muesse, die ich auch wirklich sehen wolle. Dabei geht er wohl davon aus, dass ich weniger tief als bisher in die Tasche greifen muss, wenn ich mir mein Paket selber zusammen stelle.
Schoene Aussichten, nicht wahr? Und was ist, wenn ich mir ein moeglichst vielfaeltiges Paket zusammen stellen will? Nun, wir werden sehen, mit welchen kreativen Ideen uns die Strategen von Cablecom und Konsorten koedern oder gar halten wollen! Ich fuer meinen Teil hoffe auf ein weiterhin umfangreiches Grundangebot, so wie mir dies Bluewin TV von Swisscom heute schon bietet. Selbstverstaendlich duerfte es aber auch noch etwas mehr sein ;-)
Eingestellt von digiradio um 21:10
Labels: Cablecom, Digital TV
Dienstag, 30. September 2008
Cablecom Digital TV: Chance für nächste Strategieumkehr
Nachdem der Nationalrat am Montag die "Motion Sommaruga" gegen die "Verschüsselung im digitalen Kabelnetz" an die zustaendige Kommission zurueck gewiesen hat, stehen wir jetzt also wieder auf Feld Null. Ein gutes halbes Jahr ist es her, als Cablecom Chef Rudolf Fischer ganz ploetzlich verkuenden liess, dass analoges TV ein Wettbewerbsvorteil sei. Die Aussage ueberraschte, kaempfte doch Cablecom zuvor jahrelang um die moeglichst rasche Einstellung des analogen Fernsehens zugunsten dringend noetiger Kapazitaeten fuer Digitalfernsehen. Erst als durch Beschluss des Bundesrats die sogenannte "Must-Carry-Regelung" in Kraft gesetzt wurde, welche den Kabelnetz Betreibern die analog zu verbreitenden Kanaele vorschreibt, hielt das erwaehnte Umdenken auch in den Chef Etagen der Cablecom Einzug.
Nun haette Herr Fischer gleich nochmals die Gelegenheit, der Forderung der Stiftung Konsumentenschutz den Wind aus den Segeln zu nehmen. Koennte sich Cablecom endlich dazu durchringen, zumindest das Basis-Angebot - also die in der Must-Carry-Regelung definierten Programme - unverschluesselt auszustrahlen, wuerde zwar das "Set-Top Box Monopol" fallen, doch haette Cablecom ganz ploetzlich haufenweise neue Digital TV Kunden. Gewiss, diese bezahlen natuerlich nicht einen einzigen zusaetzlichen Cent, wenn diese nun ihre auf dem freien Markt erstandenen Set-Top Boxen ans Kabelnetz anschliessen. Doch Cablecom - welche ja erst vor kurzem den eigenen Promotionskanal "Info Channel" eingestellt hat - koennte den neuen Kommunikationsweg des offenen digitalen TV Angebots dazu nutzen, den potentiellen Digital TV Kunden mal so richtig den Speck durch den Mund zu ziehen.
Die neuen Kunden wuerden also bei einem automatischen Sendersuchlauf alle offenen Must-Carry-Programme zu sehen bekommen. Darueber hinaus boete das digitale Frequenzspektrum durchaus wieder Platz fuer den Info Channel - diesmal ganz einfach digital. Ausserdem koennten die verschluesselten Programme, welche heute zum "digital tv basis" Paket gehoeren, waehrend einer Art "Happy Hour" (z.B. von 19 - 20 Uhr) ebenfalls unverschluesselt angezeigt werden. Der eine oder andere Kunde wuerde dann mit Sicherheit in einem dieser Programme haengen bleiben und prompt vor der Mattscheibe sitzen, wenn's dann ploetzlich spannend wird. Es versteht sich von selbst, dass jegliche Zusatzdienste und auch der Support weiterhin nur fuer die Kunden der offiziellen Box zugaenglich sind. Daher bin ich ueberzeugt, dass wohl sehr rasch zahlreiche dieser neuen Kunden ganz von alleine auf die offizielle Box "migrieren" wuerden.
Also, Herr Fischer, vielleicht waere gerade jetzt der richtige Zeitpunkt da, um die Strategie wieder einmal zu ueberdenken!
Eingestellt von digiradio um 23:41
Labels: Cablecom, Digital TV
Donnerstag, 18. September 2008
Milan vs. FCZ live bei Bluewin TV

Nachdem das Schweizer Fernsehen darauf verzichtet hat, irgendwelche Phantasiebetraege fuer die Uebertragung des UEFA Spiels Milan vs. FCZ aufzuwerfen, sucht die Fangemeinde hierzulande nach Alternativen.
Der italienische Privatsender Rete 4 verfuegt offenbar als einziger ueber die Rechte fuer die Uebertragung des Spiels. Leider ist dieser Kanal nur im "Italia Package" von cablecom digital-tv zu empfangen. Auch wer vielleicht auf Zattoo gewettet hat, schaut nun prompt in die Roehre! Zattoo greift das Signal vom Satelliten Hotbird ab und hier ist die Uebertragung leider "aus lizenzrechtlichen Gruenden" ebenfalls verschluesselt.
Anders fuer die Kunden von Bluewin TV! Hier gehoert Rete 4 neben ein paar anderen Privatsendern aus Bella Italia zum Grundangebot!
Eingestellt von digiradio um 21:28
Labels: Bluewin TV, Zattoo
Mittwoch, 17. September 2008
SLUG ist weg! Was nun?

SLUG, die einzig schlaue Blog Suchmaschine der Schweiz ist offline! Ganz offensichtlich hat Benjamin Rüegg keinen geeigneten Käufer für sein eigentlich so geniales Werk gefunden.
Alternative in Sicht? Bis jetzt habe ich noch nicht wirklich etwas brauchbares gefunden, was auch nur annaehernd an SLUG rankommen wuerde. Hoffen wir, dass sich die hiesige Bloggin' Community irgendwie zusammenraufen kann und schon bald mit etwas neuem aufwarten wird. Aber Achtung: Schlank, funktionell und nicht zu sehr mit Werbung ueberladen sollte sie sein. Wie SLUG, eben!
Eingestellt von digiradio um 23:51