Posts mit dem Label Zattoo werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Zattoo werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 18. September 2008

Milan vs. FCZ live bei Bluewin TV


Nachdem das Schweizer Fernsehen darauf verzichtet hat, irgendwelche Phantasiebetraege fuer die Uebertragung des UEFA Spiels Milan vs. FCZ aufzuwerfen, sucht die Fangemeinde hierzulande nach Alternativen.

Der italienische Privatsender Rete 4 verfuegt offenbar als einziger ueber die Rechte fuer die Uebertragung des Spiels. Leider ist dieser Kanal nur im "Italia Package" von cablecom digital-tv zu empfangen. Auch wer vielleicht auf Zattoo gewettet hat, schaut nun prompt in die Roehre! Zattoo greift das Signal vom Satelliten Hotbird ab und hier ist die Uebertragung leider "aus lizenzrechtlichen Gruenden" ebenfalls verschluesselt.

Anders fuer die Kunden von Bluewin TV! Hier gehoert Rete 4 neben ein paar anderen Privatsendern aus Bella Italia zum Grundangebot!

Freitag, 22. Februar 2008

Meinungsvielfalt beim Regional TV?

In diesen Tagen aeusserten sich nun die Regierungen der einzelnen Kantone zu den eingereichten Gesuchen fuer die zu vergebenden Regional TV Konzessionen. Das neue Radio- und TV-Gesetz (RTVG) bringt insbesondere die Neuerung mit sich, dass die Inhaber einer Konzession einen Leistungsauftrag fuer das jeweilige Gebiet erhalten, weshalb ihnen auch der Anspruch auf einen Gebuehrenanteil zufaellt. Es winken also die Millionen!

Da nun auch Gebuehrengelder mit im Spiel sind, versteht es sich von selbst, dass hier gewisse Spielregeln aufgestellt werden muessen. Insbesondere die Gebietsaufteilung sorgt aber jetzt fuer rote Koepfe. Zu befuerchten ist, dass es in Regionen mit grossem "Konfliktpotential" (z.B. Rapperswil mit den Gesuchen von Tele Zueri und TVO) zu Einsprachewellen kommen wird, sind die Konzessionen einmal erteilt.

Es draengt sich die Frage auf, ob man/frau dies nicht auch anders loesen koennte. Es steht wohl ausser Frage, dass dem Inhaber einer Regional TV Konzession fuer die Verbreitung seines Programms ein analoger Sendeplatz zustehen muss. Hier ist die sog. "Must-carry Regelung" fuer analoge Programme durchaus angebracht. Ebenfalls richtig ist, dass die Halter der besagten Konzessionen fuer regionales Fernsehen sich nicht gegenseitig zerfleischen sollten - und fuer diese Kleinkriege notabene auch keine Gebuehrengelder verschleudern. Daher ist es auch voellig nachvollziehbar, dass die Konzessionsgebiete eben klar definiert und abgesteckt sind.

Im Interesse der Meinungsvielfalt sollte es aber dennoch moeglich sein, etwas ueber den Tellerrand hinaus zu schauen, indem die einzelnen Programme trotzdem auch in anderen Konzessionsgebieten zugaenglich gemacht werden. Das Zauberwort koennte auch hier Digital-TV heissen. Jedem Programmveranstalter - ob mit oder ohne Konzession - sollte es erlaubt sein, sein Programm via Digitalfernsehen, IPTV oder Zattoo zu verbreiten, waehrend eben nur dem konzessionierten Anbieter ein fester Platz im analogen Angebot zur Verfuegung steht.

Freitag, 8. Februar 2008

Zattoo mit neuem Sender

Was die Senderauswahl bei Zattoo betrifft, koennen wir uns in der Schweiz gewiss nicht beklagen. Der aktuelle Channel Line-up kann sich in der Tat sehen lassen. In den letzten Wochen kamen ja auch ein paar besondere Leckerbissen hinzu: BBC One, Deluxe Music und die Rueckkehr von France 4. Chapeau, alles Programme mit Niveau!

Und nun gab es in diesen Tagen erneut Zuwachs: Neu in der Kanalliste aufgetaucht ist AutoMoto TV. Testberichte, Interviews und ueberhaupt alles, was irgendwie mit Auto zu tun hat - 24 Stunden am Tag. Wow! Bloss, ist das wirklich das, worauf die Zattoo Community gewartet hat?

Ich werde einfach das dumpfe Gefuehl nicht los, dass das der Anfang einer neuen Aera sein koennte, in welcher uns zahlreiche vermeintliche Spartenkanaele aufgetischt werden, die eigentlich gar niemand haben will. Ein Blick in die Kanalliste von Zattoo Deutschland zeigt, dass dort auch Sender wie "table tennis live", "Luxe.TV", "The Poker Channel" oder "Tier TV" das Angebot bereichern, was aber wohl eher aus Verlegenheit geschieht, da die Auswahl fuer deutsche Zattoo Zuschauer sonst doch eher mager ausgefallen waere. Gut denkbar, dass der eine oder andere Kanal aus dieser Auswahl demnaechst auch unsere Kanalliste schmueckt.

Bevor es soweit kommen wird, moegen uns die Zattoo Macher hoffentlich noch ein paar richtige Highlights einpacken. Zattoo wuerde noch spannender, wenn beispielsweise die noch nicht aufgeschalteten "Dritten" (also SW3, BR, NDR Fernsehen, RBB etc.) integriert werden koennten. Von den oeffentlich-rechtlichen Sendern waeren aber auch EinsPlus, EinsFestival, EinsExtra, ZDF.doku und Phoenix ganz interessant. Auch Programme, welche heute nicht via Kabel TV empfangbar sind, wuerden dem Projekt Zattoo noch mehr Auftrieb geben. Neben franzoesischen Stationen, die via DVB-T eingefangen werden koennten (NRJ 12, Virgin 17, W9 etc), denke ich dabei insbesondere an BBC THREE, BBC 4, ITV 3 + 4, aber auch "ABC NewsNow", der ja in anderen Laendern bereits im Zattoo Line-up zu finden ist und wohl gerade im amerikanischen Wahljahr auf besonderes Interesse stossen duerfte.

Hoffen wir, dass Zattoo das Niveau weiterhin hoch halten wird. Nur qualitativ hochstehender Content duerfte ein sicherer Garant dafuer sein, dass der Zattoo Player auch wirklich intensiv genutzt wird.

Dienstag, 6. November 2007

Swisscable macht sich ins Hemd

Der Branchenverband der Schweizerischen Kabelnetzbetreiber (Swisscable) ist ganz einfach nur noch peinlich! Seit kurzem wirbt doch ausgerechnet dieser Verband mit einer grossangelegten Inseratekampagne fuer den Erhalt des analogen Fernsehens, statt eben Lobby fuer den technologischen Fortschritt und somit (langfristig gesehen) auch fuer seine eigene Daseinsberechtigung zu betreiben.

Dass nun genau dieser Verband auch noch Internet Dienste wie Zattoo sabotieren will, zeugt ja geradezu davon, dass die sich dort bereits heute ins Hemd machen, ab der Konkurrenz, die ihnen da erwaechst.

Werden die tatsaechlich ihre Drohungen wahrmachen und Sanktionen gegenueber regen Nutzern von Internet Diensten durchsetzen, treiben sie ihrer eigenen Konkurrenz (Swisscom, Orange, Sunrise & Co.) foermlich die Kunden in die Arme!

Bravo! Wirklich eine grandiose Leistung!

Samstag, 13. Oktober 2007

arte+7: Kleines Europa






Es mag ja sein, dass sich Deutschland mit einigem, was die digitale Welt so zu bieten hat, schwer tut. IPTV will nicht wirklich vom Fleck kommen (noch nicht), Zattoo darf kaum Sender mit vernuenftigem Content verbreiten - und HDTV soll bei ARD + ZDF erst ab 2010 eingefuehrt werden.

Ganz anders praesentiert sich da die neue digitale Welt, wenn es um Video on Demand geht. Das sonst recht angestaubte ZDF lancierte erst vor kurzem eine neue Mediathek, mit welcher wohl fuer die naechste Zeit die Messlatte gesetzt sein duerfte. Bereits hat die ARD angekuendigt, ebenfalls eine Mediathek ins Leben zu rufen. Und da ist auch noch arte, welches jetzt mit arte+7 ein voellig innovatives VoD Portal ins Netz stellte.

Gross war die Freude, als ich davon gehoert habe. Noch viel groesser war die Ernuechterung, als ich feststellen musste, dass die bei arte+7 angebotenen Contents nur fuer User in Deutschland und Frankreich zugaenglich sein sollen. Ja, richtig gehoert! Der als "europaeischer Kulturkanal" bekannte Vorreiter fuer grenzueberschreitendes Miteinander beugt sich dem Diktat der allgegenwaertigen Lizenz- und Rechteinhaber. Europa beschraenkt sich also grademal auf die beiden Nachbarn am Rhein.

Natuerlich beginne ich mich da zu fragen, wozu dann das Kooperationsabkommen zwischen arte und der hiesigen SRG SSR idée suisse noch gut sein soll. Letztendlich fuehrte ja diese Vereinbarung dazu, dass wir heute arte im analogen Basisangebot behalten muessen (Must-carry), wo doch die Kapazitaeten der Kabelnetze de facto sowieso schon erschoepft sind und nun auch bei uns die weitere Entwicklung der Digitalisierung gebremst wird. Es fragt sich zudem, ob es denn wirklich sinnvoll ist, ueber eine EU Richtlinie fuer "Fernsehen ohne Grenzen" zu debattieren, wo eigentlich nur die Rahmenbedingungen fuer die Werbewirtschaft einheitlich abgefasst werden sollen.

Beim herkoemmlichen Fernsehen sorgten ueber lange Jahre physische Gesetze fuer eine gewisse Gebietsaufteilung. Erst das Satellitenfernsehen brachte diese Strukturen etwas ins Wanken. Dank raffinierter Verschluesselungstechniken konnten auch diese Auswuechse eingedaemmt werden. Und nun haetten wir da endlich ausreichende Bandbreiten im Internet, welche es erlauben wuerden, diese Gegebenheiten aufzubrechen. Aber in einem vereinten Europa scheinen solche Ideen grenzenloser Kommunikation irgendwie doch unerwuenscht zu sein.

Donnerstag, 15. März 2007

Mobiles Fernsehen - Wer gewinnt?

Die Welt des mobilen Fernsehens ist in den letzten Monaten regelrecht in Bewegung geraten. Man/frau kann schon fast sagen, dass es irgendwie unübersichtlich geworden ist.

Zum einen gibt es da die Technologien, welche nach Endgeraeten verlangen, die speziell auf die jeweilige Norm zugeschnitten sind. "Digital Video Broadcasting-Terrestrial" - kurz DVB-T - ist wohl der Klassiker dieser neuen Normen. Geschaffen wurde diese Technik als Ablöser des guten alten (und analogen) Antennenfernsehens. Während DVB-T hierzulande gerade mal dazu dienen kann, die Grundversorgung mit vier SRG Programmen sicherzustellen, erlebte der selbe Standard wahre Erfolgsstories in anderen Ländern. Umfangreiche Programmpakete machten es möglich, dass das "Ueberallfernsehen" in Deutschland, TNT in Frankreich oder Freeview in UK geradezu neue Maerkte schufen. Die hohe Kabeldichte macht die Situation in der Schweiz aber um einiges schwieriger. Kaum realistische Aussichten auf Erfolg lassen mögliche Investoren zum vornherein abschrecken.

Dann gibt es noch das Gegenstück für die Handies. DVB-H steht sinngemäss fuer "Digital Video Broadcasting-Handhelds". Die mobilen Telecomprovider versuchen sich hier auch irgendwie als Anbieter von Inhalten und Programmformaten. Stösst das etwa schon auf Akzeptanz?

Und schliesslich gibt es da noch DMB, was "Digital Multimedia Broadcasting" heissen soll und die Weiterentwicklung von DAB darstellt. Grossangelegte Projekte laufen seit bald einem Jahr in Deutschland. Braucht's jemand? Oder schaut's sogar schon jemand? Die ver(sch)wendeten Frequenzen würde man/frau wohl besser für neue DAB Inhalte nutzen. Nun, solange dafür bloss Frequenzen im L-Band geopfert werden, ist es auch nicht weiter schlimm.

Viel interessanter und erfolgsversprechender sind da die Aktivitäten von Zattoo. Rund 40 TV-Sender können damit in brauchbarer Qualität über's Internet betrachtet werden. Die Expansion in Richtung UK, Dänemark und Deutschland steht unmittelbar bevor. Auch die USA soll schon bald zur Zattoo Community gehören. Bald einmal sollen in jedem Land um die 100 TV-Kanäle zur Verfügung stehen. Selbstverständlich funktioniert das ganze auch Wireless (WLAN / Wi-Fi), womit also auch diese Technologie zum mobilen Fernsehen mutiert.

Aber auch Zattoo ist nicht alleine da. Auch bei Octoshape TV spricht die Welt von einer "peer to peer - Technologie". Noch gibt es hier weit weniger Kanäle als bei Zattoo, dafür aber andere. Natürlich brauche ich dazu wieder ein softwaremässiges Add-on - und selbstverständlich auch hier ein anderes.