Sonntag, 9. Februar 2014
Das Radio der Zukunft ist smart
Eingestellt von digiradio um 14:42
Labels: DAB, DAB+, Internet Radio, LTE, MCDT, Privatradio, Smart Radio, SRG
Montag, 13. Januar 2014
DAB+ Markt Schweiz: Täglich gegen 1000 Geräte verkauft!
Beeindruckt von den gemäss MCDT "gesicherten Facts und Figures" zum DAB+ Markt Schweiz realisieren wir allmählich, welche Erfolgsstory mit DAB+ Digitalradio in der Schweiz gelandet wurde. In einem Kommentar in der Werbewoche liess die für die Vermarktung von Digitalradio in der Schweiz zuständige MCDT AG letzte Woche durchblicken, dass im Jahre 2013 gegen 350'000 DAB+ Radios verkauft wurden. Jetzt noch davon sprechen zu wollen, dass DAB+ nicht beim Hörer angekommen sei, ist somit definitiv nicht angesagt. Immerhin entspricht die Gesamtzahl verkaufter DAB+ Geräte einem täglichen Ausstoss von annähernd 1000 Units. Gehen wir davon aus, dass ein entsprechendes Empfangsgerät im Laden noch immer zu mindestens 40 Franken verkauft wird, entspricht dies einem erzielten Umsatz von mehr als 14 Mio. Schweizer Franken. Eigentlich unverständlich, weshalb unter Betrachtung dieser Sachlage der Verband Schweizer Privatradios (VSP) noch immer glaubt, durch seine Mitwirkung und die Gründung der sog. Arbeitsgruppe Digmig den "Karren aus dem Dreck ziehen" zu müssen, um DAB+ endlich zum Erfolg zu führen. Die Kooperationspartner der SRG Tochter MCDT AG - allen voran Brack, EP ElectronicPartner / Expert, Melectronics und der Hersteller PURE - scheinen mit ihren Kampagnen einen dermassen guten Job zu machen, dass man wahrlich nicht von einem Misserfolg sprechen darf.
Eingestellt von digiradio um 17:07
Labels: DAB, DAB+, Lokalradio, MCDT, Privatradio, VSP
Sonntag, 15. April 2012
WDR Sportradio vs. 90elf: Eigentor der Privaten
Wenn an einem Platz, an welchem bereits seit Jahren eine McDonald’s Filiale steht, neu auch Burger King ein Lokal eröffnet, beschert dies dem ersten Anbieter meistens ebenfalls neue Kunden. Mit Sicherheit hätte sich der Start eines WDR Sportradios – welches bekanntlich unter dem Namen WDR.Event nur zeitweise auf Sendung gewesen wäre – ebenso positiv auf das Digitalradio in Deutschland ausgewirkt und auch dem bereits präsenten Anbieter 90elf langfristig neue Zuhörer beschert.
Nun intervenierte aber der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) dermassen heftig, dass der WDR bereits wieder von seinen Plänen für das ergänzende Zusatzangebot absieht. Für die Attraktivität von DAB+ Digitalradio in Deutschland wäre ein derartiges Format aus dem Hause eines starken Players wie dem WDR in jedem Fall ein Gewinn gewesen. Bleibt zu hoffen, dass es die privaten Veranstalter nun aus eigener Kraft fertig bringen, neue Hörer für ihr Angebot auf Digitalradio zu begeistern.
Eingestellt von digiradio um 15:59
Labels: DAB, DAB+, Deutschland, Spartenradio
Sonntag, 11. März 2012
DAB+ oder LTE im Auto?
Offenbar ist die DAB+ Entwicklung bereits wieder eingeschlafen. Es ist zu erwarten, dass die Tunnelversorgung mit LTE noch vor jener für DAB+ in Angriff genommen und auch flächendeckend abgeschlossen sein dürfte. Zudem hat man es überall – in der Schweiz genauso wie anderswo – versäumt, die Attraktivität von DAB+ in Form einer wirklichen Programmvielfalt auf ein Höchstmass zu trimmen. Da wird uns LTE unbegrenzte Möglichkeiten bieten. Will ich mich also in ein paar Jahren im Auto von Radio Tropic, DLF oder BBC 1Xtra berieseln lassen, wird mir dies mein Car-Entertainment-System dank LTE möglich machen (und mich via Navi trotzdem mit lokalen Verkehrsinformationen versorgen). Die Mobilnetzbetreiber investieren dermassen viel in LTE, dass sie dieses Segment bestimmt erschliessen wollen. Entsprechende Flatrates resp. Kombi-Angebote für Handy plus Auto werden das Angebot bestimmt attraktiv genug gestalten. Auch hier gilt die Devise der Hockey Legende Wayne Gretzky: “Skate to where the puck’s going, not where it’s been.”
Eingestellt von digiradio um 11:02
Freitag, 27. Januar 2012
DAB+ in der Schweiz oder "Wie werde ich Millionär?"
Einem zur Ausschreibung des dritten DAB+ Layers veröffentlichten Dokument des BAKOM ist zu entnehmen, dass "laut Schätzungen der SRG bis heute rund 850'000 digitale Empfangsgeräte im Umlauf" seien. Ferner heisst es darin: "Die SRG geht davon aus, dass Mitte 2012 die erste Million erreicht sein wird." Die gleiche Zielsetzung verkündete man seitens SRG schon im letzten Sommer, als die installierte Basis in der Schweiz noch bei 750'000 Units lag.
Stellt sich die Frage, woran es liegt, dass das gesteckte Ziel von einer Million Endgeräten per Ende 2011 noch nicht erreicht werden konnte? Und nicht weniger interessant scheint die Frage, weshalb man von dieser recht deutlichen Absatzsteigerung im ersten HJ 2012 ausgeht? Immerhin sollen also in den ersten 6 Monaten dieses Jahres rund 150'000 DAB+ Geräte unter die Leute gebracht werden. Oder beabsichtigt man seitens SRG allenfalls, quersubventionierte Geräte kostenlos ans Volk zu verteilen?
Aehnliche Zahlenspielereien werden wir wohl naechstens auch in Deutschland beobachten koennen, wo ja bis Ende 2015 sogar 15 Mio. Endgeräte installiert sein sollen (gem. August Ausgabe des Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk ).
Eingestellt von digiradio um 22:35
Mittwoch, 31. August 2011
DAB+ in Deutschland: Stehen die Zeichen wirklich auf Erfolg?
Schon bemerkt? Bereits ist ein erster Monat vergangen, seit in Deutschland der sog. „bundesweite Digitalradio Layer“ in Betrieb genommen wurde. Okay, richtig los gegangen sei es ja noch nicht, soll doch der Startschuss erst in diesen Tagen - nämlich anlässlich der IFA Berlin – fallen.
Die Erwartungen sind entsprechend hoch. Digitalradio soll zu einem der Top-Themen der diesjährigen Funkausstellung werden. Und so blickt denn auch ganz Europa gespannt auf das Geschehen im grössten Markt Europas. Digitalradio auf Basis des DAB+ Standards werde sich nur behaupten können, wenn damit auch in Deutschland eine Erfolgsgeschichte gelandet wird. Dies lassen sogar einschlägige Kreise in der Schweiz verlauten, wo DAB+ bekanntlich bereits eine gewisse Akzeptanz bei den Hörern erlangen konnte.
In der August Ausgabe lässt denn auch das „Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk“ vom „DR-M e.V.“ (Digital Radio Mitteldeutschland) durchblicken, dass per Ende 2011 eine installierte Basis von 100‘000 Units angepeilt werde. Die Zielsetzung für Ende 2015 liege bei 15 Millionen Geräten. Zum Vergleich: In der Schweiz liegt die installierte Basis aktuell bei etwa 750‘000 DAB+ Geräten. Mit ca. 7.8 Mio. Einwohnern ist der Markt Schweiz rund 10x kleiner als Deutschland. Bei gleicher Marktgrösse hätten in der Schweiz also gegen 7.5 Mio. Geräte den Weg zum Hörer gefunden, was trotzdem nur der Hälfte der in Deutschland angestrebten Zielsetzung entspricht. Bedenkt man, dass in der Schweiz zwei populäre Mittelwellen Programme (DRS Musikwelle und Option Musique) auf DAB+ verschoben wurden und diese seither auf terrestrischem Wege nur noch digital zu empfangen sind, so wirkt die Zielsetzung aus Deutschland noch viel ambitiöser. Kommt hinzu, dass am Ausbau des Schweizerischen Digitalradio Netzes seit 2006 unermüdlich gearbeitet wird. Zumindest die Programme des ersten Layers sind heute schon so gut wie flächendeckend verfügbar. Dank eines zwischenzeitlich zusätzlich gestarteten zweiten Layers hat man als Hörer in den weiten Teilen der Deutschschweiz bereits jetzt Zugriff auf rund 30 Radio Programme! Die gebotene Programmvielfalt hat die Attraktivität von Digitalradio erheblich gesteigert und erweist sich denn auch als einer der ganz wesentlichen Erfolgsfaktoren.
Und in Deutschland? Neben den drei Programmen des DeutschlandRadios wurden bekanntlich auch verschiedene Privatradio Programme lizenziert. Die drei öffentlich-rechtlichen Programme (DLF, DeutschlandRadio Kultur und DRadio Wissen) gehörten sodenn auch bereits ab 1. August 2011 zum Angebot. Ebenso das Entspannungsradio LoungeFM und das Fussballradio 90elf, welches gewiss die Rolle des Zugpferds einnehmen wird. Ferner bedienen mit ERF Pop und Radio Horeb gleich zwei Programme die Interessen christlicher Zuhörer. Und mit Klassik Radio erreicht man – zumindest ansatzweise – eine weitere Zielgruppe. Den Mainstream ansprechen sollen Vollprogramme wie Absolut Radio oder Programme, welche mehr oder weniger das AC Format (Adult Contemporary) spielen, also ENERGY, Radio BOB! aus Hessen und Kiss FM aus Berlin. Letztere wurden zwar nicht direkt lizenziert, doch scheint das nicht sonderlich relevant zu sein. Hauptsache, der Layer wurde pünktlich und eben nicht halbleer gestartet.
Ob sich mit dem gebotenen Mix an Programmen tatsächlich doppelt so viele Hörer wie in der Schweiz zum Kauf eines DAB+ Radio hinreissen mögen, wird sich weisen müssen. Inwiefern die in vielen Bundesländern erst noch zu startenden regionalen Digitalradio Angebote die Attraktivität zu steigern vermögen, bleibt abzuwarten. In vielen Ländern soll dem Vernehmen nach in erster Linie abgebildet werden, was bereits auf UKW geboten wird, sei es öffentlich-rechtlich oder privat.
Bleibt zu hoffen, dass die Uebung nicht plötzlich auf halben Wege wieder abgeblasen wird, sollte sich der Absatz der Geräte in den ersten zwei Jahren nicht wie gewünscht entwickeln. Vielmehr müsste in einem solchen Fall über eine Neudefinition des Programm Mix nachgedacht werden, um Digitalradio auch in Deutschland für möglichst viele Zielgruppen attraktiv zu machen und somit auch zu einem Erfolg zu führen.
Eingestellt von digiradio um 00:31
Labels: DAB, DAB+, Deutschland, Spartenradio
Freitag, 4. Februar 2011
DAB+ mit mehr Einfalt statt Innovation: Was ist falsch gelaufen?
In den kommenden Wochen sollen nun also die letzten Plätze im DAB+ Layer der SwissMediaCast AG belegt werden. Bekanntlich gehen diese Programmplätze vornehmlich an etablierte Privatradios, welche schon seit Jahren über zahlreiche UKW Frequenzen gehört werden können. Der Umstand, dass nun auch seitens der Privatradios die Vorzüge von DAB+ Digitalradio erkannt wurden, ist dabei durchaus positiv zu werten. Umso mehr, da ja gerade in diesen Kreisen während Jahren grösste Skepsis hinsichtlich der Digitalisierung des Radios herrschte.
Der Layer der SwissMediaCast AG wird also höchstwahrscheinlich schon in diesem Quartal voll belegt sein. Bedauerlich bleibt, dass die Chance vertan wurde, diesen überregionalen Layer mit einem möglichst vielfältigen Programmangebot anzureichern. Immerhin haben mit Radio Eviva und dem Life Channel zwei Programme endlich die Möglichkeit erhalten, auch auf terrestrischem Wege empfangbar zu sein. Zuvor fristeten diese zwei Anbieter nämlich ein kärgliches Schattendasein als reine Kabelradios. Doch ansonsten sucht man eigentlich vergebens nach den erhofften Innovationen. In geradezu idealer Weise hätte der DAB+ Layer der SwissMediaCast Raum für ein überregionales privates Vollprogramm für die ganze Deutschschweiz geboten. Auch neue Spartenprogramme haben den Weg zu DAB nicht gefunden. Stattdessen wird altbekanntes dominieren, wenn dereinst die neuen Programme wie Radio 24, Radio Argovia oder Radio Top aufgeschaltet sind. Die Nachfrage scheint das Angebot jetzt endlich zu übersteigen. Finanzschwache Anbieter dürften langfristig Mühe haben, mit den Grossen mitzuhalten, sollten sich die Preise weiter nach oben entwickeln.
Die Frage sei erlaubt, was hier genau falsch gelaufen ist. Die „UKW Platzhirsche“ scheinen es geschafft zu haben, ihre oftmals gleich klingenden Formate ins digitale Angebot hinüber zu retten. Und schon lässt man seitens SwissMediaCast verlauten, dass man bereits an der Planung des dritten DAB+ Layers sei, welcher sich aus regionalen Paketen zusammensetzen soll. Dieser dritte DAB+ Layer könnte möglicherweise noch in diesem Jahr gestartet werden. Somit dürfte wohl auch in Zukunft dafür gesorgt sein, dass primär die etablierten Veranstalter bestimmen werden, welche Angebote den Zugang zu den digitalen Ensembles erhalten werden. Vergibt das BAKOM die Funkkonzession für diesen dritten DAB+ Layer wiederum an die SwissMediaCast AG, wird das Duopol von SRG und SMC wohl ein für alle mal gefestigt.
Selbstverständlich könnte es auch anders kommen, doch wäre es jetzt an der Zeit, dass sich möglichst rasch entsprechende Konsortien bilden, die sich später in den verschiedenen Regionen um die neuen Funkkonzessionen bewerben könnten.
Eingestellt von digiradio um 15:12
Labels: BAKOM, DAB, DAB+, Lokalradio, Spartenradio
Donnerstag, 3. Februar 2011
Digitalradio hat den endgültigen Durchbruch geschafft!
Immer wieder wurde im Zusammenhang mit Digitalradio von einer Totgeburt gesprochen. DAB sei bereits zum Zeitpunkt der Einführung technisch veraltet gewesen, auf dem Markt seien keine Endgeräte verfügbar und falls doch, würden diese zu überteuerten Preisen angeboten. Überhaupt sei die Hörerschaft mit dem analogen Angebot auf UKW rundum zufrieden und gar nicht an der Anschaffung eines Digitalradio Empfängers interessiert.
Inzwischen beläuft sich die installierte Basis an DAB+ Radios in der Schweiz auf rund 600‘000 Geräte, welche in der Deutschschweiz den Zugriff auf 24 verschiedene Radioprogramme in rauschfreier Qualität erlauben. Die neuesten Zahlen von Publica Data/Mediapulse bescheinigen den via DAB+ verbreiteten Programmen einen kräftigen Hörerzuwachs. Der Digitalradio Markt Schweiz stellt mittlerweilen eine nicht mehr zu ignorierende Grösse dar.
Dieser Trend ist auch den Veranstaltern etablierter Privatradio Programme nicht entgangen. Nachdem Energy Zürich und Radio Basel ihre Programme schon seit geraumer Zeit über den Deutschschweizer DAB+ Layer verbreiten, zeigen nun weitere Programmanbieter Interesse an einer DAB+ Verbreitung. Radio Top, welches bereits mit Top Two auf dem DAB+ Layer zu finden ist, will künftig auch das Hauptprogramm auf diese Weise ausstrahlen. Selbiges gilt auch für Radio Central, welches als Eigentümer von Radio Eviva ebenfalls schon auf positive Erfahrungen mit Digitalradio blicken kann. Und selbst der Evangeliums Rundfunk, welcher seine Hörer mit dem LifeChannel ebenfalls über Digitalradio erreicht, möchte die gute Ausgangslage von DAB+ nutzen, um einen weiteren Kanal zu lancieren. Mit Radio 24, Radio 105, Radio Argovia und Radio Sunshine bekunden weitere veritable Veranstalter ein Interesse an einer baldigen Aufschaltung.
Die Verhandlungen um die letzten freien Plätze laufen derweilen auf Hochtouren. Noch in diesem Quartal sollen alle Plätze belegt sein. Logisch, dass nun auch das Spiel von Angebot und Nachfrage zu greifen beginnt. Angesichts dieser Ausgangslage hat sich dieser Tage denn auch prompt ein erster Akteur wieder vom Ensemble der SwissMediaCast AG verabschiedet. Open Broadcast konnte beim sich abzeichnenden Preiskampf offenbar nicht mehr mithalten, obschon sich das Programm nicht zuletzt auch dank seiner Kooperation mit den unabhängigen UNIKOM Radios bestimmt noch weiter entwickelt hätte. Die DAB+ Verbreitung des Programms wurde schliesslich mit sofortiger Wirkung eingestellt. Open Broadcast soll sodenn auch zu einer offenen und neutralen Drehscheibe ausgebaut werden, welche den 18 UNIKOM Radios Zugang zu kostenloser Musik gewährleisten wird.
Zwar ist es ausgesprochen bedauerlich, dass die Chance nicht genutzt wurde, die Digitalradio Plattform von SwissMediaCast für neue Spartenprogramme zu öffnen und dadurch mehr Vielfalt sowie neue Impulse zu schaffen. Das Medium Radio wäre bestimmt noch wesentlich attraktiver geworden. Trotzdem hat das Digitalradio seinen Siegeszug ein für allemal angetreten. Die bevorstehende Aufschaltung der Mainstream Programme liefert den besten Beweis dazu.
Eingestellt von digiradio um 00:30
Labels: DAB, DAB+, Lokalradio, Spartenradio
Dienstag, 18. Januar 2011
Hörerzuwachs beim Digitalradio
Publica Data veröffentlichte soeben die Radio Daten mit den Reichweiten für das 2. Semester 2010. Daraus wird vor allem eines deutlich: Digitalradio Programme erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit!
Nicht zuletzt dank der mittlerweilen grossen Akzeptanz von DAB+ Digitalradio in der Schweiz gewinnen insbesondere folgende Programme weiter an Reichweite:
DRS 4 News: 401'700 Hörer / NR 8.7% (ggü. 304'000 H. / NR 6.7% im 2. Sem. 2009)
Radio Eviva: 98'700 Hörer / NR 2.1% (ggü. 80'900 H. / NR 1.8% im 2. Sem. 2009)
DRS Virus: 88'400 Hörer / NR 1.9% (ggü. 72'500 H. / NR 1.6% im 2. Sem. 2009)
Swiss Jazz: 61'500 Hörer / NR 1.3% (ggü. 48'300 H. / NR 1.1% im 2. Sem. 2009)
Life Channel: 34'300 Hörer / NR 0.7% (ggü. 21'100 H. / NR 0.5% im 2. Sem. 2009)
Rückläufig ist dagegen die Reichweite bei den reinen Kabelradios, welche bis jetzt auf eine Verbreitung via Digitalradio verzichteten:
Radio 32 Goldies: 25'900 Hörer (ggü. 27'600 H. im 1. Sem. 2009)
Rock Nation: 13'400 Hörer (ggü. 14'900 H. im 2. Sem. 2009)
RMC Swiss: 10'100 Hörer (ggü. 16'300 H. im 2. Sem. 2009)
Erfreulich ist auch die Präsenz von Backstage Radio, welches ausschliesslich über DAB+ Digitalradio verbreitet wird und gemäss Publica Data eine Netto Reichweite von 12'300 HörerInnen ausweist!
Quelle/Daten: Publica Data
http://www.publicadata.ch/fileadmin/twwc/redakteur/pdf/radio/radio-daten/2010/Semester_2010_II_DS_mit_Legende__gerankt_.pdf
Eingestellt von digiradio um 21:23
Sonntag, 15. August 2010
Digitalradio: Content is King
Radio hören gehört zu unserem Alltag. Die überwiegende Mehrheit der HörerInnen nutzt das Radio vornehmlich als klassisches Begleitmedium. Man/frau stellt sein Radio ein, lässt sich von Musik beschwingen und bleibt dabei stets über die wichtigsten Ereignisse des Tages informiert.
Dennoch verändert sich das Medium Radio. Nicht zuletzt das Internet gab dem Radio ganz neue Impulse. Das Radio aus dem Netz ermöglicht plötzlich den Zugriff auf mehr als 10'000 Sender. Programme aus der ganzen Welt sind per Knopfdruck zugänglich. Das Internet bietet Raum für unzählige Spartenradios, welche die Liebhaber von ganz bestimmten Genres per Livestream bedienen können. Heute ist die Auswahl aus dem Internet so gross, dass wohl viele HörerInnen vor der daraus resultierenden Unübersichtlichkeit resignieren und wieder zum angestammten Programm greifen. Hinzu kommt noch das Podcasting, welches eine Art "Radio on Demand" darstellt und den gezielten Abruf von bereits ausgestrahlten Produktionen erlaubt. Die gezielte Nutzung des Mediums Radio wird mit dem Podcasting ganz wesentlich vereinfacht.
Und welche Rolle spielt da noch das Digitalradio? Vor gut 10 Jahren startete die SRG SSR idée suisse mit ersten Ausstrahlungen im DAB Standard. Jahrelang beschränkte sich die Verbreitung dieses digitalen Angebots auf die grössten Ballungszentren, bis sich der Ausbau auf die ganze Schweiz erstreckte und schliesslich vor gut einem Jahr mit der Migration auf den neuen DAB+ Standard begonnen wurde. Heute liegt die installierte Basis bei geschätzten 500'000 DAB+ Geräten. Genaue Zahlen kennt leider niemand.
In weiten Teilen der Deutschschweiz können heute dank DAB+ bereits 25 Radioprogramme empfangen werden. Richtigen Auftrieb erhielt DAB+ Digitalradio gegen Ende 2008, als die DRS Musikwelle die Verbreitung über den Landessender Beromünster einstellte und fortan seinen Weg zu den HörerInnen digital findet. Die Nachfrage nach Digitalradios stieg einen Moment lang sprunghaft an. Obschon die DRS Musikwelle bereits seit Jahren auch via Kabel, Satellit oder Internet gehört werden kann, zeigte sich das Bedürfnis nach mobilen resp. standortunabhängigen Empfangsmöglichkeiten. Das Beispiel der DRS Musikwelle zeigt überdies exemplarisch, dass auch ein Spartenradio seinen festen Platz als Begleitmedium einnehmen kann. Hunderttausende von HörerInnen sahen sich motiviert, ein digitales Empfangsgerät zu erwerben, um ihr bevorzugtes Radioprogramm weiterhin auf ganz einfache Weise empfangen zu können.
Heute stellt sich die Frage, welche weiteren Impulse notwendig sind, damit das Digitalradio zusätzliche HörerInnen dazu gewinnen kann. Es ist wohl nicht die Werbung, welche hier an erster Stelle stehen muss. Gewiss, die Abdeckung ist heute gewährleistet und die rauschfreie Qualität steht über jener des analogen UKW Radios. Darüber muss auch das avisierte Publikum Bescheid wissen. Entscheidend für den weiteren Erfolg ist aber ein ganz anderer Faktor: Die Auswahl an vielfältigen Programmen. Dem Digitalradio ist nicht geholfen, wenn bereits über UKW empfangbare Lokalradios auch via DAB+ verbreitet werden. Dieser Schritt steht sicherlich noch an, doch sollte damit zugewartet werden, bis auch regionale DAB+ Layer zur Verfügung stehen. Zum heutigen Zeitpunkt ist es jedoch viel wichtiger, dass der überregionale DAB+ Layer mit neuen Programmfarben gefüllt wird. Verschiedene Genres sind heute noch gar nicht vertreten, obschon sie dafür sorgen könnten, dass ganz neue Zielgruppen erschlossen werden.
Und wo bleiben jetzt die Programme, welche neue Sparten wie beispielsweise Dance, Rock, Country, Oldies oder Musica Latina bedienen könnten? Die Hauptproblematik liegt derzeit in den verhältnismässig hohen Verbreitungskosten. Hier ist aktive Unterstützung gefragt! Statt weitere finanzielle Mittel in teure Plakat- und TV-Kampagnen oder auch in Wettbewerbe zu stecken, sollten endlich Wege gefunden werden, wie die Verbreitungskosten für interessierte Veranstalter gesenkt werden können. Es ist die Vielfalt des Angebotes, welche dem Digitalradio neue Hörer bescheren wird! Hier gilt es anzusetzen, damit die Entwicklung des Digitalradios weiterhin erfolgreich verlaufen wird - in der Schweiz, aber auch in allen anderen europäischen Märkten.
Eingestellt von digiradio um 12:42
Labels: DAB, DAB+, Spartenradio, Technologiefranken
Samstag, 14. August 2010
Radio Streetparade auf DAB+?
Während eines guten Monats können in der Region Zürich zwei interessante Veranstaltungsradios auf UKW empfangen werden. Radio Streetparade und Rundfunk.FM versorgen die Region Zürich gleich über je zwei UKW Frequenzen mit ihren einzigartigen Beats.
Schade, dass seitens der Digitalradio Lobby überhaupt keine Anstrengungen unternommen werden, um solche Formate über die noch freien Kapazitäten im DAB+ Layer zu verbreiten. Die Ausstrahlung wäre ohnehin zeitlich befristet und würde es diesen Veranstaltungsradios ermöglichen, auch über die Stadtgrenzen von Zürich hinaus gehört zu werden. Positiver Nebeneffekt: Die ganze Deutschschweiz hätte etwas davon und DAB+ Digitalradio käme obendrein noch zu ganz guter PR. Hier böte sich eine einmalige Gelegenheit, um Digitalradio mit einem minimalen Aufwand ins Bewusstsein der Leute zu bringen.
Eingestellt von digiradio um 09:53
Labels: DAB, DAB+, Spartenradio
Sonntag, 24. Januar 2010
Diskussion um Billag Gebühren bringt Meinungs- und Medienvielfalt in Gefahr
An Forderungen nach Zerschlagung der Billag bis hin zu Rufen nach Abschaffung der Radio- und TV-Gebühren mangelte es noch nie. Der Finanzbedarf zur Sicherstellung des "Service publique" in den Medien wird auch nicht kleiner. Und so ist es nicht verwunderlich, wenn immer wieder frische Ideen ins Feld geführt werden, welche neue liquide Mitteln in den Gebührentopf spülen sollen. Seinen absurden Höhepunkt fand dieses Treiben nun in diesen Tagen mit der Forderung von Bundesrat Moritz Leuenberger nach einer Zwangsgebühr für alle Haushalte und Betriebe.
Die Debatte wird also einmal mehr entfacht und die Diskussionen könnten wohl schon bald heftiger denn je geführt werden. Als Verlierer dürften wohl oder übel die Meinungsvielfalt und die Unabhängigkeit der Medien aus dem Feld gehen. Jetzt wo wirklich alle erdenklichen Quellen angezapft werden sollen, unabhängig davon, ob sie Radio und Fernsehen überhaupt nutzen oder als Kleinunternehmer gar zweimal zu Kasse gebeten werden, gewinnt natürlich auch die Opposition gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk an Stärke. Unweigerlich wird auch eine Definition des "Service publique" die Gemüter erhitzen. Radikale Kreise werden zudem so lautstark wie noch nie für eine Abschaffung von SRG SSR idée suisse plädieren. Nicht auszumalen, wie unabhängig unsere Medien über sensible Themen wie die Bankenkrise berichten würden, wenn diese ausschliesslich in privater Hand wären.
Ob das Leistungsangebot von SRG SSR idée suisse unter diesen Voraussetzungen aufrecht erhalten werden kann, bleibt indes offen. Auch ein Ausbau der Online Aktivitäten - und damit eine sinnvolle Mehrfachverwertung von Eigenproduktionen im Sinne des Service publique - wird wohl in unerreichbare Ferne rücken. Angesichts der wachsenden Bedeutung von Online Medien wird auch die Wettbewerbsfähigkeit von SRG SSR idée suisse langfristig empfindlich eingeschränkt.
Es ist nicht von der Hand zu weisen: Die SRG muss sparen! Und sie wäre wohl gut beraten, wenn sie den Sparwillen schon jetzt aktiv sichtbar machen würde. Mit der Digitalisierung von Radio und Fernsehen hat sie ein gutes Instrument dazu in der Hand. Was beim analogen Antennenfernsehen mit der Migration auf DVB-T bereits abgeschlossen werden konnte, sollte jetzt unbedingt beim Radio seine Fortsetzung finden. Auch die Verlegung der DRS Musikwelle vom Mittelwellensender Beromünster ins digitale DAB+ Radio mutierte letztendlich zu einer Erfolgsstory. Diesem Beispiel sollten jetzt weitere Taten folgen! Heute schon können die sogenannten Sprachaustauschprogramme (La Première von RSR und Rete Uno von RSI) in der ganzen Deutschschweiz auch via Digitalradio empfangen werden. Die landesweite Grundversorgung ist somit wie beim Fernsehen dank Einsatz digitaler Technologien bereits gewährleistet. Eine Abschaltung dieser beiden Programme vom analogen Radio würde SRG SSR idée suisse sichtbare Einsparungen bescheren. Gleichzeitig könnten die zwei frei werdenden UKW Frequenzketten zur Versteigerung frei gegeben werden. Mit der Verlegung der Sprachaustauschprogramme ins Digitalradio würde die Position von SRG SSR idée suisse nicht etwa geschwächt, sondern deren Fortbestand langfristig gesichert!
Eingestellt von digiradio um 12:48
Samstag, 24. Oktober 2009
Radio Basel: Start auch auf DAB+
Heute um 12:00h hat Radio Basel seinen Sendebetrieb aufgenommen. Bereits im Vorfeld wurde angekuendigt, dass sich das ueber DAB+ verbreitete Programm vor allem durch eine etwas andere Musikwahl vom Hauptprogramm unterscheiden soll.
Vom Grundgedanken her eine ganz interessante Idee, sorgt doch der Sender fuer mehr Vielfalt, wenn DAB+ als Ergaenzungsmedium genutzt wird. Doch leider zeigt sich das Ergebnis in der Praxis bis jetzt nur von seiner Schattenseite: Radio Basel DAB ist ein Non-Stop Musik Programm, welches alle 30 Minuten durch ein Nachrichten Bulletin unterbrochen wird. Immer dann, wenn es mal spannend werden koennte, spielt der Sender wieder Non-Stop Musik. Alles in allem also eine recht profillose Angelegenheit.
Schade eigentlich, denn Radio Basel koennte seinen DAB Kanal wirklich viel besser nutzen. Moeglichkeiten gaebe es deren viele. So koennte beispielsweise ueber den DAB+ Stream ein inhaltlich identisches Programm mit einem ganz eigenen Musikformat aus einer Sparte wie Rock, Oldies oder Jazz ausgestrahlt werden. Oder der Sender wuerde tagsueber 1:1 das gleiche Programm wie ueber UKW verbreiten, um dann die Abendstunden fuer Musikspecials mit eigenstaendigem Profil zu nutzen. Interessierte Hoerer wuerden somit animiert, in den Abendstunden ganz bewusst auf das Zusatzprogramm von DAB+ zu schalten.
Eingestellt von digiradio um 15:14
Labels: DAB, DAB+, Lokalradio
Sonntag, 27. September 2009
Radio Energy und DAB: Wer braucht da eigentlich wen?
Vor bald einem Jahr bahnte sich die bevorstehende Tragödie um den Verlust der UKW Frequenz an. Nachdem der Sender bei der Neuverteilung der UKW Konzessionen leer ausgegangen ist, setzte das Management vorerst alles auf eine Karte und beschritt den Weg des Rekurses beim Bundesverwaltungsgericht. Von der Option der digitalen Verbreitung wurde zwar stets hinter vorgehaltener Hand gesprochen, doch glaubte man fest daran, den Entscheid des UVEK dennoch umstossen zu können. Wie wir heute wissen, kam dann alles anders.
Es ist kaum zu fassen! Die Verantwortlichen des Senders scheinen nichts aus ihren Fehlern gelernt zu haben. Schon beim Konzessionsverfahren verzichtete man darauf, sich neben dem grossen Konzessionsgebiet (Zürich-Glarus) auch für die "kleine Konzession" zu bewerben. Heute weiss man, dass es zumindest für diese kleine Konzession gereicht hätte, welche jetzt aber mit RMC Züri einem anderen Bewerber - wiederum ein "Radio für Erwachsene" - zugeschlagen wurde. Da man sich gar nicht erst für dieses kleine Konzessionsgebiet beworben hatte, gab es auch nichts zu gewinnen. Und jetzt wo die traurige Gewissheit da ist, dass die analoge Verbreitung eben ein Ende haben wird, pocht man auf eine Uebergangsfrequenz, um den Gang ins digitale Radio publik machen zu können. Dass Energy diese Uebergangsfrequenz erhalten wird, hängt nicht zuletzt auch vom Goodwill der konzessionierten Lokalradios ab, welche sich natürlich jetzt einen ungeliebten Mitbewerber vom Hals halten wollen und bereits dankend abwinken!
Es fragt sich da schon, weshalb das Management von Ringier nicht schon vor einem Jahr seine Lehren aus dieser Misere gezogen hat, um diesmal eben gleich auf zwei Optionen zu setzen. Energy hätte schon im vergangenen Herbst voll darauf setzen sollen, dank Digitalradio zu einem nationalen Privatradio zu werden. Ringier hätte mit Sicherheit gute Chancen gehabt, die SwissMediaCast zu motivieren, den Start des neuen Digitalradio Layers - so wie ursprünglich geplant - bereits im Frühling 2009 vorzunehmen. Ein halbes Jahr hätte bereits dazu genutzt werden können, die Hörer aktiv auf die neue Empfangsmöglichkeit hinzuweisen. Wenn später das Bundesverwaltungsgericht auch noch eine UKW Konzession zugesprochen hätte, wäre die Rechnung sogar mehr als nur aufgegangen.
Jetzt allerdings wird die Zeit knapp. Gut möglich, dass Radio Energy nach weniger als drei Monaten DAB Betrieb ganz von der Bildfläche verschwinden wird, weil es eben keine UKW Uebergangsfrequenz erhalten hat. Mit oder ohne Radio Energy: Digitalradio DAB+ wird trotzdem weiter senden.
Eingestellt von digiradio um 11:39
Labels: DAB, DAB+, Lokalradio
Freitag, 11. September 2009
DAB Digitalradio ist auch Radio für Erwachsene
Der Aufschalttermin für den neuen DAB+ Layer rückt immer näher. Am 15. Oktober 2009 ist es nun soweit. Das bestehende Programmpaket für die Deutschschweiz wird um ein zweites Paket ergänzt. Allmählich werden nun auch die Namen der neuen Sender bekannt gegeben, welche dieses neue Ensemble umfassen wird.
Eines steht heute schon fest: DAB Digitalradio erreicht ein anspruchsvolles Publikum, welches mehr erwartet, als ihm das analoge UKW Spektrum bieten kann. Heute schon werden Liebhaber von Klassik und Jazz mit den unmoderierten Nonstop Programmen Radio Swiss Classic und Radio Swiss Jazz bedient. Ausserdem verbreitet Schweizer Radio DRS schon jetzt alle seine Radioprogramme über diese Plattform, darunter auch das neue Nachrichten- und Informationsprogramm DRS 4 News. Und bekanntlich hat die DRS Musikwelle Ende letzten Jahres ebenfalls seine neue Heimat auf DAB Digitalradio gefunden, als der Landessender Beromünster nach über 70 Betriebsjahren abgeschaltet wurde.
Jetzt stehen weitere Schritte bevor. Ende 2009 werden die beiden Programme RSR La Première und RTSI Rete Uno auf den neuen DAB+ Standard migriert. Das schafft Platz im ersten Ensemble fuer das englisch-sprachige Vollprogramm World Radio Switzerland (WRS), welches in Genf von SRG SSR idée suisse in Zusammenarbeit mit der BBC produziert wird.
Damit aber nicht genug. Möglicherweise werden weitere Programme ins neue Ensemble kommen, an welcher die anspruchsvolle Hörerschaft Freude haben dürfte. So wird allgemein damit gerechnet, dass das französisch-sprachige Programm Option Musique ebenfalls auf den neuen Layer geschaltet wird und somit in Zukunft auch in der Deutschschweiz zu hören sein wird.
Aus den Reihen der Privatradios werden unter anderem der Life Channel von ERF Schweiz sowie Radio Top Two mit seinem Musikmix der 60er, 70er, 80er und 90er Jahre mit an Bord sein. Ausserdem will Radio Eviva sein volkstümliches Programm aufschalten, welches wie Radio Top Two und der Life Channel bisher nur über Kabel oder Internet zu hören waren. Mit von der Partie ist zudem der Open Broadcast Channel, ein interessantes Projekt, welches sich auch klar vom Mainstream abhebt.
Digitalradio ist also nicht nur Radio für die Generation von morgen, welche aber selbstverständlich ebenfalls voll auf seine Kosten kommt. DAB Digitalradio bietet jetzt und in Zukunft einen interessanten Strauss unterhaltsamer und informativ hochstehender Programme. Digitalradio ist eben auch Radio für Erwachsene.
Eingestellt von digiradio um 13:23
Labels: DAB, DAB+, Spartenradio
Freitag, 24. Juli 2009
PublicaData Hörerzahlen: Alles beim Alten in der Schweiz?
Auch wenn die Erhebung der neusten Publica Data Hörerzahlen unter veränderten Bedingungen stattgefunden hat, änderte sich eigentlich nur herzlich wenig an den Resultaten. Aus den Reihen der Privatsender dominieren offensichtlich einmal mehr die ganz einfach gestrickten Programme, welche mit kurzer Rotation und vertrauter Musik das ganz breite Publikum ansprechen. Die Rechnung scheint voll aufzugehen: Die Positionen sind belegt, Marktwachstum ist so gut wie ausgeschlossen, es lebe der Verdrängungskampf!
Und welche Chancen haben dabei jene Programme, welche sich von diesem Mainstream absetzen und dem Hörer etwas mehr als nur Berieselung bieten wollen? Es gibt sie, doch sind die Hörerzahlen dieser Anbieter zuweilen recht bescheiden. Zwar werden da ganz interessante Konzepte umgesetzt, doch die Zahl der Hörer bleibt auf das angepeilte Segment beschränkt und auch territorial bewegen sich diese Sender meist auf ganz engem Raum.
Die hiesige Radiolandschaft und die damit verbundenen medienpolitischen Machtverhältnisse werden sich nur dann ändern, wenn dem Publikum auf einfache Weise neue Programme zugänglich gemacht werden, die spannende Inhalte und anspruchsvolle Formate produzieren. Die Freigabe von ein oder zwei nationalen UKW Frequenzketten könnte dazu beitragen, die verkrusteten Strukturen endlich aufzubrechen. Die nötigen Kapazitäten wären durchaus vorhanden, wenn die Sprachaustausch Programme von SRG SSR idée suisse komplett auf das vorhandene digitale DAB Netz migriert würden.
Eine stattliche Anzahl weiterer Programmplätze bietet zudem das neue DAB+ Ensemble, welches diesen Herbst in den Regionen Basel, Bern und Zürich startet und sukzessive auf die ganze Deutschschweiz ausgedehnt wird. Schon heute findet sich auf den Digitalradio Frequenzen eine Reihe interessanter Programme abseits des Mainstream. Ausserdem erhält das bestehende digitale Programmpaket per Ende Jahr mit der Aufschaltung des englischsprachigen World Radio Switzerland weiteren Zuwachs.
Die Hörerschaft eben dieser Spartenprogramme hat für sich bereits jetzt eine Alternative zum durchformatierten Gute-Laune-Programm gefunden und weiss die angebotene Vielfalt schon heute sehr zu schätzen. Nicht wenige Besitzer eines Digitalradio Geräts entschlossen sich bereits zum Kauf eines Zweit- oder sogar Drittgeräts. Und genau diese Klientel würde neue Programme, welche für sich in Anspruch nehmen, von besonders herausragendem Format zu sein, ausgesprochen dankbar aufnehmen.
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Freitag, 26. Juni 2009
Deutschland: VPRT sagt Nein zu mehr Vielfalt im Radio
Wirklich ueberraschend kam diese Meldung ja nicht! Das Engagement der Privatsender Deutschlands war bereits von Beginn weg darauf ausgelegt, den eigenen Machterhalt zu zementieren, um moeglichst kein neues Terrain fuer frische Konkurrenz aufkommen zu lassen. Es war in den ganzen Jahren nicht uebersehbar, dass die VPRT Sender bezueglich Digitalradio stets mit einem Fuss auf der Bremse standen. Zwar wurden dankend staatliche Foerdergelder entgegen genommen, um den Eintritt in die digitale Radiowelt vorzubereiten. Doch keiner der privaten Veranstalter fiel auch nur ansatzweise mit einem innovativen Projekt auf; sei es bezueglich Inhalt / Programm Format oder in Bezug auf PR und Bekanntmachung.
Kein Wunder, konnte da der Erfolg eben nicht greifen. Zweifelsohne waren die Rahmenbedingungen in Deutschland alles andere als optimal. Technisch wie politisch war das Unterfangen gepraegt von fundamentalen Fehlentscheiden! DAB Digitalradio wurde insbesondere in Deutschland als eine Technologie verkauft, welche das analoge UKW Radio ersetzen wuerde. Andere Länder, in welchen DAB Digitalradio auf eine durchaus akzeptable Hoererschaft blicken kann, setzten da auf einen ganz anderen Weg: DAB etablierte sich hier als Ergaenzungsmedium. Ob in UK, Daenemark oder der Schweiz: Nationale Spartenprogramme mit eigenem Profil haben ganz neue Hoererkreise an sich gebunden.
Natuerlich reiben sich heute die Verantwortlichen in den privaten Chefetagen genuesslich die Schenkel. Die Gefahr durch neue Konkurrenz scheint nun endgueltig gebannt. Dabei scheint man/frau aber klar zu verkennen, dass sich die Hoergewohnheiten kommender Generationen ganz grundsaetzlich veraendert haben. Ob es in ein paar Jahren wirklich noch reichen wird, ganz einfach die besten Songs aller Zeiten zu spielen, wird sich wohl weisen muessen. Eine radioverdrossene Jugend greift schon heute vornehmlich zum MP3 Player. Fragt sich bloss, ob die werbetreibende Wirtschaft den bevorstehenden Hoererschwund einfach so hinnehmen wird? Die Privatsender haben es leider versaeumt, neue Formate und somit auch neue Maerkte zu entwickeln. Die User von morgen werden sich daher wohl aus dem Internet bedienen und ihre bevorzugten Inhalte eben dort finden. Ob es aber gelingen wird, ein tragfaehiges Geschaeftsmodell fuer Radio aus dem Internet zu entwickeln, bleibt mehr als fraglich. DAB+ boete die Chance, diesem Dilemma zu entkommen.
Eingestellt von digiradio um 00:25
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Sonntag, 17. Mai 2009
Radio Eviva startet auf DAB+
Gute Nachrichten für die Freunde der Volksmusik! Das beliebte Programm von Radio Eviva wird ab Herbst 2009 auch über DAB+ verbreitet. Damit kann Radio Eviva neu auch aus der Luft empfangen werden. Bisher war der Empfang des Programms bloss über Kabel oder Satellit möglich. In der gesamten Deutschschweiz kann überdies bereits heute das Heimatradio DRS Musikwelle empfangen werden.
In der ersten Phase wird die Verbreitung in den Ballungszentren von Zürich, Basel und Bern erfolgen. Weitere Informationen zum Start und zum weiteren Ausbau des neuen DAB+ Programmpakets gibt es in der News Rubrik von digiradio.ch!
Eingestellt von digiradio um 17:54
Sonntag, 16. November 2008
Digitale Dividende auch beim Radio
Der Aufschrei war gross, als Bundesrat Moritz Leuenberger ueber die Vergabe der ausstehenden Konzessionen fuer private Radioveranstalter orientierte. Waehrend in Genf, wo der eben erst mit einer Konzession beglueckte Anbieter Buzz FM selbige an den etablierten Veranstalter ONE FM abtreten wird, bereits wieder Ruhe einkehren duerfte, koennte der Entscheid in Zuerich wohl noch recht lange zu reden geben. Dass sich das Management von Ringier und ENERGY den Entscheid dieser Nicht-Beruecksichtigung wohl zu einem gehoerigen Teil selber zuschreiben duerfte, steht wohl nicht zu Debatte. Die Spielregeln fuer die Konzessionsvergabe waren letztendlich allen Parteien bekannt. Namentlich die etablierten privaten Veranstalter wollten sich bekanntlich um jeden Preis einen nicht unbescheidenen Zugang zum Gebuehrentopf verschaffen und dabei die Radiolandschaft moeglichst zementieren. Dennoch versaeumte es die Fuehrung von ENERGY Zürich, ein hieb- und stichfestes Dossier zu erarbeiten und pokerte obendrein noch dermassen hoch, indem man/frau sich nur um die grosse Konzession beworben hat.
Das Verdikt waere somit also gesprochen und was die Verteilung der Millionen aus dem Gebuehrensplitting betrifft, waere es auch den jetzt konzessionierten Stationen gegenueber nicht korrekt, wenn dieser Entscheid trotzdem wieder torpediert wuerde. Andererseits kann ich die zig-tausenden von Hoerern schon verstehen, welche nun glauben, "der Staat" nehme ihnen den einzigen Sender weg, von welchem sich eben genau diese Hoererschaft angesprochen fuehlt.
Das Uebel ist doch beim Radio genau das selbe wie jenes, welches wir schon vom Fernsehen her kennen. Frequenzen sind nun mal eine beschraenkte Ressource und so haben wir in den vergangenen Jahren bereits ein aehnliches Gerangel um die analogen TV-Kanaele erlebt. Der Ausweg kann nur in der Digitalisierung des Radios liegen, welche eben erst recht fuer die geforderte Vielfalt sorgen wuerde.
Hier sollte nun auch im Streit um die nicht vergebene Konzession ein passabler Kompromiss ins Auge gefasst werden. So koennte beispielsweise eine Uebergangsloesung geschaffen werden, bei welcher ENERGY fuer weitere fuenf Jahre auf UKW bleiben duerfte und hierzu eine eigentlich fuer Veranstaltungsfunk reservierte Frequenz nutzen wuerde. In der selben Zeit muesste ENERGY aber damit beginnen, sein Programm auch digital via DAB+ zu verbreiten. Der Sender koennte diese Zeit dazu nutzen, seine Stammhoererschaft auf die neue Empfangsmoeglichkeit zu trimmen. Wie wir gerade jetzt sehen koennen, hat die DRS Musikwelle durchaus Erfolg damit. Auf die angebotenen DAB+ Radios setzte naemlich juengst ein regelrechter Run ein. Kommt noch hinzu, dass ENERGY - wie schon einmal erwaehnt - dank einer Verbreitung ueber DAB Digitalradio die Moeglichkeit haette, sich als ueberregionales Programm zu etablieren.
Wuenschenswert waere in diesem Zusammenhang aber auch, die Einfuehrung des sogenannten Technologiefrankens erneut zu pruefen. Dieser wuerde es erlauben, den Betrieb weiterer DAB+ Abdeckungen zu finanzieren und somit im digitalen Umfeld fuer die allseits geforderte Vielfalt zu sorgen. Mit Hilfe dieser Mittel koennte beispielsweise ein zweiter "SRG-Layer" geschaffen werden, ueber welchen die verbleibenden Programme von SRG SSR idée suisse ebenfalls uebertragen wuerden. Ueber Digitalradio waere es dann eben moeglich, nicht bloss RSR La Première oder Rete Uno zu empfangen. Die digitale Grundversorgung wuerde dadurch sogar die zweiten und dritten Programme aus den anderen Sprachregionen umfassen, also Espace 2, Couleur 3, Rete Due und Rete Tre.
In einer spaeteren Phase waere die Migration der ersten Programme aus den anderen Sprachregionen abzuschliessen, indem deren Verbreitung ueber UKW eingestellt wird. Da zu diesem Zeitpunkt die Grundversorgung dieser Programme ueber DAB Digitalradio in allen Regionen - und das bereits seit Jahren - gewaehrleistet sein wird, waere dieser Schritt nur konsequent. Die Migration vom analogen Fernsehen zu DVB-T verlief bekanntlich ebenso unproblematisch. Auch hier profitieren wir heute von einer digitalen Dividende. Warum sollte dies beim Radio anders sein? Wuerden die frei werdenden ueberregionalen UKW Frequenzen spaeter zur Versteigerung angeboten, kaemen zusaetzliche finanzielle Mittel zusammen, die fuer den Ausbau weiterer digitaler Layer genutzt werden koennten. Die geforderte Vielfalt im Radio koennte endlich gewaehrleistet werden.
Eingestellt von digiradio um 11:19
Labels: DAB, DAB+, Technologiefranken
Sonntag, 2. November 2008
Zementierte Radiolandschaft
Nun ist also die Katze aus dem Sack. Die letzten der strittigen Radio Konzessionen, die den Anspruch auf UKW Verbreitung, aber auch den Zugang zum Gebuehrentopf regeln, wurden am Freitag gesprochen. Da und dort gibt es jetzt Arbeit fuer die Juristen, doch im grossen und ganzen ist nun wieder klar festgelegt, wer in welcher Region bis 2019 auf Sendung bleiben darf.
Bundesrat Moritz Leuenberger und das BAKOM betonten immer wieder, bei der Selektion insbesondere den Erhalt einer vielfaeltigen Medienlandschaft in den Vordergrund zu stellen. In Zuerich, wo ja insgesamt fuenf Konzessionen erteilt wurden, mag das ja zu einem gewissen Teil noch zutreffen. Roger Schawinski hat mit Radio 1 sicherlich einen Kontrapunkt in einem sehr eintönigen und mainstream-lastigen Umfeld gesetzt. Auch was die journalistische Leistung seiner Crew anbelangt, sticht sein neustes Projekt in der Tat sehr positiv hervor.
Aber was ist in den anderen Regionen?
Nehmen wir nur einmal Basel als Beispiel. Hier bleibt alles beim alten. Die beiden bisherigen Anbieter Radio Basilisk und Radio Basel 1, welche sich von Format und Inhalt kaum unterscheiden, koennen also fuer weitere zehn Jahre vor sich her dudeln. Das Projekt von Christian Heeb, welches im Ansatz jenem von Radio 1 sehr aehnlich war, wurde vom BAKOM abgeschmettert. In vielen anderen Regionen kam es erst gar nicht zur Debatte. Es gab hier jeweils so viele Bewerber wie zu vergebende Konzessionen. Zum lokalen Hitdudler gesellt sich in diesen Regionen bestenfalls noch ein nicht-kommerzielles Programm mit etwas multikulturellem Anstrich.
Und wo ist jetzt die versprochene Vielfalt?
Auf UKW sucht man die wirkliche Vielfalt somit auch in den naechsten zehn Jahren vergebens. Radio, wie es im analogen UKW Band verbreitet wird, duerfte weiterhin ein reines Hintergrundmedium bleiben. Auch wenn die Kreise jener, welche nun die begehrte UKW Konzession in der Tasche haben, ganz gerne behaupten, die digitalen Technologien seien tot, bietet sich eben doch nur das Digitalradio als Garant fuer mehr Vielfalt im Radio an. Die etablierten Veranstalter haetten wohl zu gerne, wenn ihnen nun waehrend einem weiteren Jahrzehnt keine weitere Konkurrenz erwachsen wuerde. Dabei scheinen sie die Augen zu verschliessen und nicht wahrhaben zu wollen, dass sich die Beduerfnisse der heranwachsenden Generation und unserer multimedialen Gesellschaft weiter veraendern werden. Internet Radio schafft heute schon Zugang zu einer grenzenlosen Vielfalt. Digitales Radio wird dabei helfen, einen Teil dieser Vielfalt auch mobil - also unabhaengig von Kabel und Satellit - zugaenglich zu machen. In der Schweiz wurde in den vergangenen Jahren viel Vorarbeit geleistet, damit DAB resp. DAB+ zu einem Erfolg werden kann. Heute schon offeriert das DAB Angebot Perlen, nach welchen man/frau im herkoemmlichen Radio vergebens sucht. Mit der Einfuehrung des zweiten Ensembles auf Basis von DAB+ wird dem audiovisuellen Einheitsbrei erst recht eine Alternative entgegen gesetzt.
Eingestellt von digiradio um 09:51
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