Lange Zeit hiess es von Seiten der SRG, eine DAB+ Verbreitung von Couleur 3 in der Deutschschweiz sei aus Kapazitätsgründen nicht möglich. Spätestens seit der Abschaltung von WRS World Radio Switzerland im vergangenen Spätsommer wären die dazu erforderlichen Kapazitäten jedoch vorhanden.
Mit einer Aufschaltung von Couleur 3 würde das Digitalradio auf Basis von DAB+ weiter an Attraktivität gewinnen. Zudem könnte damit auch ein aktiver
Beitrag an den vom BAKOM geforderten Sprachaustausch geleistet werden.
Bedenkt man, dass das BAKOM erst vor einem guten Jahr die Förderung des
sprachregionalen Austauschs als verbesserungswürdig taxiert hat, ist es noch viel
unverständlicher, dass diese Chance bis heute ungenutzt bleibt. Wie
schon beim Tunnelausbau scheint man hier ganz einfach mal zuzuwarten.
Logisch, dass sich interessierte HörerInnen den Zugang zu Couleur 3
zuweilen via Internet Streaming oder Smartphone App holen. Diese
Hörerschaft wird sich später kaum mehr hin zu DAB+ bewegen lassen.
Sonntag, 26. Januar 2014
Wie lange lässt die DAB+ Aufschaltung von Couleur 3 noch auf sich warten?
Eingestellt von digiradio um 14:08
Montag, 13. Januar 2014
DAB+ Markt Schweiz: Täglich gegen 1000 Geräte verkauft!
Beeindruckt von den gemäss MCDT "gesicherten Facts und Figures" zum DAB+ Markt Schweiz realisieren wir allmählich, welche Erfolgsstory mit DAB+ Digitalradio in der Schweiz gelandet wurde. In einem Kommentar in der Werbewoche liess die für die Vermarktung von Digitalradio in der Schweiz zuständige MCDT AG letzte Woche durchblicken, dass im Jahre 2013 gegen 350'000 DAB+ Radios verkauft wurden. Jetzt noch davon sprechen zu wollen, dass DAB+ nicht beim Hörer angekommen sei, ist somit definitiv nicht angesagt. Immerhin entspricht die Gesamtzahl verkaufter DAB+ Geräte einem täglichen Ausstoss von annähernd 1000 Units. Gehen wir davon aus, dass ein entsprechendes Empfangsgerät im Laden noch immer zu mindestens 40 Franken verkauft wird, entspricht dies einem erzielten Umsatz von mehr als 14 Mio. Schweizer Franken. Eigentlich unverständlich, weshalb unter Betrachtung dieser Sachlage der Verband Schweizer Privatradios (VSP) noch immer glaubt, durch seine Mitwirkung und die Gründung der sog. Arbeitsgruppe Digmig den "Karren aus dem Dreck ziehen" zu müssen, um DAB+ endlich zum Erfolg zu führen. Die Kooperationspartner der SRG Tochter MCDT AG - allen voran Brack, EP ElectronicPartner / Expert, Melectronics und der Hersteller PURE - scheinen mit ihren Kampagnen einen dermassen guten Job zu machen, dass man wahrlich nicht von einem Misserfolg sprechen darf.
Eingestellt von digiradio um 17:07
Labels: DAB, DAB+, Lokalradio, MCDT, Privatradio, VSP
Mittwoch, 28. November 2012
Bye bye, Schweizer Radio DRS
Am 16. Dezember scheint's nun also endgültig soweit zu sein. Radio DRS
wird Geschichte sein. Ueber Nacht mutieren die Programme zu Radio SRF
oder so.
Vielleicht sehe ich dies nun etwas gar nostalgisch. Und trotzdem: SWR 3
hat für mich definitiv nicht mehr den Spirit von SWF 3. Weshalb sollte
dies bei SRF Radio 3 anders sein? DRS 3 hat uns in den letzten knapp 30
Jahren immer wieder begleitet. Der Groove der 80er Jahre ist aber
ohnehin schon lange auf der Strecke geblieben und DRS 3 längst zur
Servicewelle verkommen. DRS 3 klingt heute etwas so, wie Bayern 3 in den
80ern. Höchste Zeit also, sich wieder was ganz neuem zuzuwenden! Schon
länger liebäugle ich damit, mir eine Art "Smart Radio" ins Auto zu
holen. Dieses Thema gewinnt für mich nun definitiv an Priorität.
Eingestellt von digiradio um 22:18
Labels: DRS, Medien Konvergenz, Smart Radio, SRF
Sonntag, 15. April 2012
WDR Sportradio vs. 90elf: Eigentor der Privaten
Wenn an einem Platz, an welchem bereits seit Jahren eine McDonald’s Filiale steht, neu auch Burger King ein Lokal eröffnet, beschert dies dem ersten Anbieter meistens ebenfalls neue Kunden. Mit Sicherheit hätte sich der Start eines WDR Sportradios – welches bekanntlich unter dem Namen WDR.Event nur zeitweise auf Sendung gewesen wäre – ebenso positiv auf das Digitalradio in Deutschland ausgewirkt und auch dem bereits präsenten Anbieter 90elf langfristig neue Zuhörer beschert.
Nun intervenierte aber der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) dermassen heftig, dass der WDR bereits wieder von seinen Plänen für das ergänzende Zusatzangebot absieht. Für die Attraktivität von DAB+ Digitalradio in Deutschland wäre ein derartiges Format aus dem Hause eines starken Players wie dem WDR in jedem Fall ein Gewinn gewesen. Bleibt zu hoffen, dass es die privaten Veranstalter nun aus eigener Kraft fertig bringen, neue Hörer für ihr Angebot auf Digitalradio zu begeistern.
Eingestellt von digiradio um 15:59
Labels: DAB, DAB+, Deutschland, Spartenradio
Sonntag, 11. März 2012
DAB+ oder LTE im Auto?
Offenbar ist die DAB+ Entwicklung bereits wieder eingeschlafen. Es ist zu erwarten, dass die Tunnelversorgung mit LTE noch vor jener für DAB+ in Angriff genommen und auch flächendeckend abgeschlossen sein dürfte. Zudem hat man es überall – in der Schweiz genauso wie anderswo – versäumt, die Attraktivität von DAB+ in Form einer wirklichen Programmvielfalt auf ein Höchstmass zu trimmen. Da wird uns LTE unbegrenzte Möglichkeiten bieten. Will ich mich also in ein paar Jahren im Auto von Radio Tropic, DLF oder BBC 1Xtra berieseln lassen, wird mir dies mein Car-Entertainment-System dank LTE möglich machen (und mich via Navi trotzdem mit lokalen Verkehrsinformationen versorgen). Die Mobilnetzbetreiber investieren dermassen viel in LTE, dass sie dieses Segment bestimmt erschliessen wollen. Entsprechende Flatrates resp. Kombi-Angebote für Handy plus Auto werden das Angebot bestimmt attraktiv genug gestalten. Auch hier gilt die Devise der Hockey Legende Wayne Gretzky: “Skate to where the puck’s going, not where it’s been.”
Eingestellt von digiradio um 11:02
Samstag, 11. Februar 2012
850'000 DAB+ Geräte in der Schweiz

Rund 850'000 DAB+ Geräte zählte die Schweiz per Ende 2011. Nach Schätzungen der SRG soll die installierte Basis bis Mitte 2012 bei einer Million Endgeräten liegen.
Freitag, 27. Januar 2012
SwissMediaCast AG und der dritte DAB+ Layer
Wetten, dass...
...die SwissMediaCast AG den Zuschlag für den dritten Digitalradio Layer in der Deutschschweiz erhalten wird?
In seiner Interessenabklärung vom 26. Januar 2012 stellt das BAKOM folgende Vorgaben:
Interessenten für den Aufbau und Betrieb der digitalen Programmplattform gemäss der vorgehenden Ziffer 3 müssen bei ihrer Anmeldung folgende Informationen liefern:
1. Angaben über die Personen bzw. Unternehmen, welche über die wesentlichen Teile des Kapitals verfügen und im wesentlichen Umfang finanzielle Mittel zur Verfügung stellen;
2. Angaben über die beabsichtigte Zusammensetzung des Programmangebots;
3. Angaben zur technischen Ausgestaltung, zum Kostenrahmen sowie zur zeitlichen und geografischen Staffelung der Erschliessung der einzelnen Allotments;
4. glaubhafte Darlegung der Finanzierbarkeit der Investitionen und des Betriebs;
5. glaubhafte Darlegung, dass die mit der Umsetzung des Projekts betrauten Personen bzw. Unternehmen über die dafür notwendigen technischen Fähigkeiten verfügen.
Bei der vorliegenden Interessenabklärung handelt es sich nicht um eine offizielle Ausschreibung. Die Abklärung hat vielmehr zum Ziel, Interessenten für die dritte DAB-Bedeckung in der deutschen Schweiz ausfindig zu machen, die ernsthaft den Aufbau und den Betrieb der oben beschriebenen Digitalplattform in Betracht ziehen. Daher wird nicht nur eine formale Absichtserklärung erwartet, sondern eine Beschreibung des geplanten Projekts.
Die Eingabefrist laeuft bereits am 29. Februar 2012 ab. Da liegt es eigentlich auf der Hand, dass so kurzfristig eigentlich bloss die SwissMediaCast AG diese Anforderungen erfüllen kann.
Stellt sich die Frage nach der künftigen Programmbelegung: Sollte tatsaechlich wiederum die SwissMediaCast AG (Zitat: "Ein Gemeinschaftsunternehmen von SRG, Swisscom, Ringier und privaten Radioveranstaltern" ) zum Handkuss kommen, wird man unliebsamen Konkurrenten mit Sicherheit deren Tarif aufzwingen! Ob da noch Platz bleibt für Radio Tropic, Internet Radios oder gar ein Comeback von Open Broadcast sowie der backstageradio community, wage ich jetzt mal ernsthaft zu bezweifeln. Selbst bei Roger Schawinski und seiner Radio 1 AG wäre ich mir nicht sicher, ob man den SMC Tarif einfach so berappen will. Die Zusammensetzung der vermeintlichen regionalen Layer wird wohl viel mehr "neue" Formate aus den Reihen von NRJ & Co. umfassen.
Eingestellt von digiradio um 23:06
Labels: BAKOM, DAB+, Lokalradio, Spartenradio
