In den kommenden Wochen sollen nun also die letzten Plätze im DAB+ Layer der SwissMediaCast AG belegt werden. Bekanntlich gehen diese Programmplätze vornehmlich an etablierte Privatradios, welche schon seit Jahren über zahlreiche UKW Frequenzen gehört werden können. Der Umstand, dass nun auch seitens der Privatradios die Vorzüge von DAB+ Digitalradio erkannt wurden, ist dabei durchaus positiv zu werten. Umso mehr, da ja gerade in diesen Kreisen während Jahren grösste Skepsis hinsichtlich der Digitalisierung des Radios herrschte.
Der Layer der SwissMediaCast AG wird also höchstwahrscheinlich schon in diesem Quartal voll belegt sein. Bedauerlich bleibt, dass die Chance vertan wurde, diesen überregionalen Layer mit einem möglichst vielfältigen Programmangebot anzureichern. Immerhin haben mit Radio Eviva und dem Life Channel zwei Programme endlich die Möglichkeit erhalten, auch auf terrestrischem Wege empfangbar zu sein. Zuvor fristeten diese zwei Anbieter nämlich ein kärgliches Schattendasein als reine Kabelradios. Doch ansonsten sucht man eigentlich vergebens nach den erhofften Innovationen. In geradezu idealer Weise hätte der DAB+ Layer der SwissMediaCast Raum für ein überregionales privates Vollprogramm für die ganze Deutschschweiz geboten. Auch neue Spartenprogramme haben den Weg zu DAB nicht gefunden. Stattdessen wird altbekanntes dominieren, wenn dereinst die neuen Programme wie Radio 24, Radio Argovia oder Radio Top aufgeschaltet sind. Die Nachfrage scheint das Angebot jetzt endlich zu übersteigen. Finanzschwache Anbieter dürften langfristig Mühe haben, mit den Grossen mitzuhalten, sollten sich die Preise weiter nach oben entwickeln.
Die Frage sei erlaubt, was hier genau falsch gelaufen ist. Die „UKW Platzhirsche“ scheinen es geschafft zu haben, ihre oftmals gleich klingenden Formate ins digitale Angebot hinüber zu retten. Und schon lässt man seitens SwissMediaCast verlauten, dass man bereits an der Planung des dritten DAB+ Layers sei, welcher sich aus regionalen Paketen zusammensetzen soll. Dieser dritte DAB+ Layer könnte möglicherweise noch in diesem Jahr gestartet werden. Somit dürfte wohl auch in Zukunft dafür gesorgt sein, dass primär die etablierten Veranstalter bestimmen werden, welche Angebote den Zugang zu den digitalen Ensembles erhalten werden. Vergibt das BAKOM die Funkkonzession für diesen dritten DAB+ Layer wiederum an die SwissMediaCast AG, wird das Duopol von SRG und SMC wohl ein für alle mal gefestigt.
Selbstverständlich könnte es auch anders kommen, doch wäre es jetzt an der Zeit, dass sich möglichst rasch entsprechende Konsortien bilden, die sich später in den verschiedenen Regionen um die neuen Funkkonzessionen bewerben könnten.
Freitag, 4. Februar 2011
DAB+ mit mehr Einfalt statt Innovation: Was ist falsch gelaufen?
Eingestellt von digiradio um 15:12
Labels: BAKOM, DAB, DAB+, Lokalradio, Spartenradio
Donnerstag, 3. Februar 2011
Digitalradio hat den endgültigen Durchbruch geschafft!
Immer wieder wurde im Zusammenhang mit Digitalradio von einer Totgeburt gesprochen. DAB sei bereits zum Zeitpunkt der Einführung technisch veraltet gewesen, auf dem Markt seien keine Endgeräte verfügbar und falls doch, würden diese zu überteuerten Preisen angeboten. Überhaupt sei die Hörerschaft mit dem analogen Angebot auf UKW rundum zufrieden und gar nicht an der Anschaffung eines Digitalradio Empfängers interessiert.
Inzwischen beläuft sich die installierte Basis an DAB+ Radios in der Schweiz auf rund 600‘000 Geräte, welche in der Deutschschweiz den Zugriff auf 24 verschiedene Radioprogramme in rauschfreier Qualität erlauben. Die neuesten Zahlen von Publica Data/Mediapulse bescheinigen den via DAB+ verbreiteten Programmen einen kräftigen Hörerzuwachs. Der Digitalradio Markt Schweiz stellt mittlerweilen eine nicht mehr zu ignorierende Grösse dar.
Dieser Trend ist auch den Veranstaltern etablierter Privatradio Programme nicht entgangen. Nachdem Energy Zürich und Radio Basel ihre Programme schon seit geraumer Zeit über den Deutschschweizer DAB+ Layer verbreiten, zeigen nun weitere Programmanbieter Interesse an einer DAB+ Verbreitung. Radio Top, welches bereits mit Top Two auf dem DAB+ Layer zu finden ist, will künftig auch das Hauptprogramm auf diese Weise ausstrahlen. Selbiges gilt auch für Radio Central, welches als Eigentümer von Radio Eviva ebenfalls schon auf positive Erfahrungen mit Digitalradio blicken kann. Und selbst der Evangeliums Rundfunk, welcher seine Hörer mit dem LifeChannel ebenfalls über Digitalradio erreicht, möchte die gute Ausgangslage von DAB+ nutzen, um einen weiteren Kanal zu lancieren. Mit Radio 24, Radio 105, Radio Argovia und Radio Sunshine bekunden weitere veritable Veranstalter ein Interesse an einer baldigen Aufschaltung.
Die Verhandlungen um die letzten freien Plätze laufen derweilen auf Hochtouren. Noch in diesem Quartal sollen alle Plätze belegt sein. Logisch, dass nun auch das Spiel von Angebot und Nachfrage zu greifen beginnt. Angesichts dieser Ausgangslage hat sich dieser Tage denn auch prompt ein erster Akteur wieder vom Ensemble der SwissMediaCast AG verabschiedet. Open Broadcast konnte beim sich abzeichnenden Preiskampf offenbar nicht mehr mithalten, obschon sich das Programm nicht zuletzt auch dank seiner Kooperation mit den unabhängigen UNIKOM Radios bestimmt noch weiter entwickelt hätte. Die DAB+ Verbreitung des Programms wurde schliesslich mit sofortiger Wirkung eingestellt. Open Broadcast soll sodenn auch zu einer offenen und neutralen Drehscheibe ausgebaut werden, welche den 18 UNIKOM Radios Zugang zu kostenloser Musik gewährleisten wird.
Zwar ist es ausgesprochen bedauerlich, dass die Chance nicht genutzt wurde, die Digitalradio Plattform von SwissMediaCast für neue Spartenprogramme zu öffnen und dadurch mehr Vielfalt sowie neue Impulse zu schaffen. Das Medium Radio wäre bestimmt noch wesentlich attraktiver geworden. Trotzdem hat das Digitalradio seinen Siegeszug ein für allemal angetreten. Die bevorstehende Aufschaltung der Mainstream Programme liefert den besten Beweis dazu.
Eingestellt von digiradio um 00:30
Labels: DAB, DAB+, Lokalradio, Spartenradio
Dienstag, 18. Januar 2011
Hörerzuwachs beim Digitalradio
Publica Data veröffentlichte soeben die Radio Daten mit den Reichweiten für das 2. Semester 2010. Daraus wird vor allem eines deutlich: Digitalradio Programme erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit!
Nicht zuletzt dank der mittlerweilen grossen Akzeptanz von DAB+ Digitalradio in der Schweiz gewinnen insbesondere folgende Programme weiter an Reichweite:
DRS 4 News: 401'700 Hörer / NR 8.7% (ggü. 304'000 H. / NR 6.7% im 2. Sem. 2009)
Radio Eviva: 98'700 Hörer / NR 2.1% (ggü. 80'900 H. / NR 1.8% im 2. Sem. 2009)
DRS Virus: 88'400 Hörer / NR 1.9% (ggü. 72'500 H. / NR 1.6% im 2. Sem. 2009)
Swiss Jazz: 61'500 Hörer / NR 1.3% (ggü. 48'300 H. / NR 1.1% im 2. Sem. 2009)
Life Channel: 34'300 Hörer / NR 0.7% (ggü. 21'100 H. / NR 0.5% im 2. Sem. 2009)
Rückläufig ist dagegen die Reichweite bei den reinen Kabelradios, welche bis jetzt auf eine Verbreitung via Digitalradio verzichteten:
Radio 32 Goldies: 25'900 Hörer (ggü. 27'600 H. im 1. Sem. 2009)
Rock Nation: 13'400 Hörer (ggü. 14'900 H. im 2. Sem. 2009)
RMC Swiss: 10'100 Hörer (ggü. 16'300 H. im 2. Sem. 2009)
Erfreulich ist auch die Präsenz von Backstage Radio, welches ausschliesslich über DAB+ Digitalradio verbreitet wird und gemäss Publica Data eine Netto Reichweite von 12'300 HörerInnen ausweist!
Quelle/Daten: Publica Data
http://www.publicadata.ch/fileadmin/twwc/redakteur/pdf/radio/radio-daten/2010/Semester_2010_II_DS_mit_Legende__gerankt_.pdf
Eingestellt von digiradio um 21:23
Sonntag, 12. Dezember 2010
HbbTV: Funkstille bei Cablecom
Mit HbbTV (Hybrid Broadcast Broadband TV) etabliert sich erstmals ein Standard, mit welchem die seit längerem beschworene Verschmelzung von Fernsehen und Internet endlich Realität werden dürfte. Anlässlich der diesjährigen Internationalen Funkausstellung (IFA Berlin) starteten verschiedene öffentlich-rechtliche und private Veranstalter ihren HbbTV Regelbetrieb.
Aehnlich wie beim Teletext resp. Videotext erfolgt die Verbreitung der HbbTV Dienste gemeinsam mit dem TV Signal des jeweiligen Programmveranstalters. In einer sog. AIT Tabelle wird dabei die jeweilige Internet Adresse hinterlegt, über welche interaktive Zusatzdienste wie Mediatheken für Video on Demand etc. abrufbar sind. Stehen bei einem Programm entsprechende Dienste zur Verfügung, weist das Red Button Symbol jeweils automatisch auf die verfügbaren Angebote hin. Die Verbreitung von HbbTV erfolgt in einem ersten Schritt via Satellit. In einzelnen Regionen Deutschlands wird HbbTV inzwischen auch terrestrisch (also via DVB-T) ausgestrahlt. Die Verbreitung über deutsche Kabelnetze ist in Vorbereitung.
Da Swisscom TV als IPTV basierendes Angebot nur über eine proprietäre Settop Box zugänglich ist, bleibt es wohl ziemlich unwahrscheinlich, dass die offenen HbbTV Signale jemals über diesen Anbieter verteilt werden. Ganz anders präsentiert sich die Situation jedoch beim DVB-C basierenden digitalen Kabelfernsehen. Unter dem Stichwort „Hybrid-TV“ weist hier sogar der Verband Schweizerischer Kabelnetzbetreiber (Swisscable) auf seiner Website ihr-kabelnetz.ch aktiv auf HbbTV und die damit verbundenen Möglichkeiten hin. Man könnte glatt den Eindruck gewinnen, HbbTV sei bereits heute fester Bestandteil des Angebots hiesiger Kabelnetze.
Um mich zu vergewissern, dass ich über das Kabelnetz in meiner Region tatsächlich in den Genuss von HbbTV Diensten kommen kann, erkundigte ich mich bereits mehrfach nach dem aktuellen Stand der Dinge. Als inzwischen langjähriger Kunde von Swisscom TV kann ich leider nicht beurteilen, inwiefern sich der Service von Cablecom tatsächlich zum guten gewendet hat. Skeptisch stimmt mich jedenfalls der Umstand, dass ich auf meine inzwischen drei (!) schriftlichen Anfragen bei Cablecom sowie einer weiteren Anfrage bei Swisscable noch immer keine Antwort erhalten habe. Gemessen an diesem doch recht schwachen Pre-sales Service lässt sich nämlich nicht gerade darauf schliessen, dass es um die Kundenfreundlichkeit der Schweizerischen Kabelnetzanbieter tatsächlich so viel besser steht, wie man uns in letzter Zeit glaubhaft machen will. Zudem wage ich zu bezweifeln, dass hybrides Fernsehen tatsächlich schon seinen Weg in unsere Kabelnetze gefunden hat.
Eingestellt von digiradio um 09:19
Labels: Cablecom, HbbTV, Swisscable, Video on Demand
Samstag, 28. August 2010
Radio 24 auf DAB? Let's Rock!
Anlässlich des diesjährigen RadioDays war zu vernehmen, dass die Pläne der TAMEDIA Gruppe, mit ihren zwei Programmen "Radio 24" und "Capital FM" den HD Radio Betrieb aufzunehmen, offenbar verworfen wurden. Stellt sich jetzt die Frage, ob damit das Thema Digitalradio für die TAMEDIA Gruppe gänzlich vom Tisch ist, oder ob man stattdessen auf den DAB+ Standard setzen will und plötzlich auf dem Layer der SwissMediaCast in Erscheinung treten wird.
Unbestritten ist, dass "Radio 24" eine ganz Starke Marke im Schweizer Radiomarkt darstellt. Eine Präsenz der Brand "Radio 24" auf dem DAB+ Layer würde die Bedeutung von Digitalradio in der Schweiz sicherlich unterstreichen. Allerdings fragt es sich, ob mit der Aufschaltung des "Radio 24" Hauptprogramms bei den HörerInnen tatsächlich ein spürbarer Nutzen erzeugt werden kann. Im Grossraum Zürich kann "Radio 24" schon heute über verschiedene UKW Frequenzen empfangen werden. Mit DAB+ wäre das Programm auch ausserhalb von Zürich in guter Qualität zu empfangen.
Viel spannender wäre es jedoch, TAMEDIA würde den "Radio 24 Rockchannel" auf DAB+ bringen. Dem SwissMediaCast Layer fehlt nämlich unter anderem ein Format genau dieses Genres. Die ganze Deutschschweiz käme somit in den Genuss eines frei aus der Luft empfangbaren Rocksenders. Der "Radio 24 Rockchannel" könnte sich - angereichert mit Nachrichten und Wortbeiträgen von "Radio 24" - ganz schnell aus seinem Schattendasein als Webradio entfernen und dürfte dabei wohl sehr rasch eine eigene Fangemeinde hinter sich scharen. Auch für die Werbetreibenden wäre ein entsprechendes Format ausgesprochen interessant, könnte doch der "Radio 24 Rockchannel" jeweils gegen Aufpreis als Option zu einer Kampagne auf "Radio 24" gebucht werden.
Eingestellt von digiradio um 16:32
Labels: DAB+, HD Radio, Lokalradio, Spartenradio
Sonntag, 15. August 2010
Digitalradio: Content is King
Radio hören gehört zu unserem Alltag. Die überwiegende Mehrheit der HörerInnen nutzt das Radio vornehmlich als klassisches Begleitmedium. Man/frau stellt sein Radio ein, lässt sich von Musik beschwingen und bleibt dabei stets über die wichtigsten Ereignisse des Tages informiert.
Dennoch verändert sich das Medium Radio. Nicht zuletzt das Internet gab dem Radio ganz neue Impulse. Das Radio aus dem Netz ermöglicht plötzlich den Zugriff auf mehr als 10'000 Sender. Programme aus der ganzen Welt sind per Knopfdruck zugänglich. Das Internet bietet Raum für unzählige Spartenradios, welche die Liebhaber von ganz bestimmten Genres per Livestream bedienen können. Heute ist die Auswahl aus dem Internet so gross, dass wohl viele HörerInnen vor der daraus resultierenden Unübersichtlichkeit resignieren und wieder zum angestammten Programm greifen. Hinzu kommt noch das Podcasting, welches eine Art "Radio on Demand" darstellt und den gezielten Abruf von bereits ausgestrahlten Produktionen erlaubt. Die gezielte Nutzung des Mediums Radio wird mit dem Podcasting ganz wesentlich vereinfacht.
Und welche Rolle spielt da noch das Digitalradio? Vor gut 10 Jahren startete die SRG SSR idée suisse mit ersten Ausstrahlungen im DAB Standard. Jahrelang beschränkte sich die Verbreitung dieses digitalen Angebots auf die grössten Ballungszentren, bis sich der Ausbau auf die ganze Schweiz erstreckte und schliesslich vor gut einem Jahr mit der Migration auf den neuen DAB+ Standard begonnen wurde. Heute liegt die installierte Basis bei geschätzten 500'000 DAB+ Geräten. Genaue Zahlen kennt leider niemand.
In weiten Teilen der Deutschschweiz können heute dank DAB+ bereits 25 Radioprogramme empfangen werden. Richtigen Auftrieb erhielt DAB+ Digitalradio gegen Ende 2008, als die DRS Musikwelle die Verbreitung über den Landessender Beromünster einstellte und fortan seinen Weg zu den HörerInnen digital findet. Die Nachfrage nach Digitalradios stieg einen Moment lang sprunghaft an. Obschon die DRS Musikwelle bereits seit Jahren auch via Kabel, Satellit oder Internet gehört werden kann, zeigte sich das Bedürfnis nach mobilen resp. standortunabhängigen Empfangsmöglichkeiten. Das Beispiel der DRS Musikwelle zeigt überdies exemplarisch, dass auch ein Spartenradio seinen festen Platz als Begleitmedium einnehmen kann. Hunderttausende von HörerInnen sahen sich motiviert, ein digitales Empfangsgerät zu erwerben, um ihr bevorzugtes Radioprogramm weiterhin auf ganz einfache Weise empfangen zu können.
Heute stellt sich die Frage, welche weiteren Impulse notwendig sind, damit das Digitalradio zusätzliche HörerInnen dazu gewinnen kann. Es ist wohl nicht die Werbung, welche hier an erster Stelle stehen muss. Gewiss, die Abdeckung ist heute gewährleistet und die rauschfreie Qualität steht über jener des analogen UKW Radios. Darüber muss auch das avisierte Publikum Bescheid wissen. Entscheidend für den weiteren Erfolg ist aber ein ganz anderer Faktor: Die Auswahl an vielfältigen Programmen. Dem Digitalradio ist nicht geholfen, wenn bereits über UKW empfangbare Lokalradios auch via DAB+ verbreitet werden. Dieser Schritt steht sicherlich noch an, doch sollte damit zugewartet werden, bis auch regionale DAB+ Layer zur Verfügung stehen. Zum heutigen Zeitpunkt ist es jedoch viel wichtiger, dass der überregionale DAB+ Layer mit neuen Programmfarben gefüllt wird. Verschiedene Genres sind heute noch gar nicht vertreten, obschon sie dafür sorgen könnten, dass ganz neue Zielgruppen erschlossen werden.
Und wo bleiben jetzt die Programme, welche neue Sparten wie beispielsweise Dance, Rock, Country, Oldies oder Musica Latina bedienen könnten? Die Hauptproblematik liegt derzeit in den verhältnismässig hohen Verbreitungskosten. Hier ist aktive Unterstützung gefragt! Statt weitere finanzielle Mittel in teure Plakat- und TV-Kampagnen oder auch in Wettbewerbe zu stecken, sollten endlich Wege gefunden werden, wie die Verbreitungskosten für interessierte Veranstalter gesenkt werden können. Es ist die Vielfalt des Angebotes, welche dem Digitalradio neue Hörer bescheren wird! Hier gilt es anzusetzen, damit die Entwicklung des Digitalradios weiterhin erfolgreich verlaufen wird - in der Schweiz, aber auch in allen anderen europäischen Märkten.
Eingestellt von digiradio um 12:42
Labels: DAB, DAB+, Spartenradio, Technologiefranken
Samstag, 14. August 2010
Radio Streetparade auf DAB+?
Während eines guten Monats können in der Region Zürich zwei interessante Veranstaltungsradios auf UKW empfangen werden. Radio Streetparade und Rundfunk.FM versorgen die Region Zürich gleich über je zwei UKW Frequenzen mit ihren einzigartigen Beats.
Schade, dass seitens der Digitalradio Lobby überhaupt keine Anstrengungen unternommen werden, um solche Formate über die noch freien Kapazitäten im DAB+ Layer zu verbreiten. Die Ausstrahlung wäre ohnehin zeitlich befristet und würde es diesen Veranstaltungsradios ermöglichen, auch über die Stadtgrenzen von Zürich hinaus gehört zu werden. Positiver Nebeneffekt: Die ganze Deutschschweiz hätte etwas davon und DAB+ Digitalradio käme obendrein noch zu ganz guter PR. Hier böte sich eine einmalige Gelegenheit, um Digitalradio mit einem minimalen Aufwand ins Bewusstsein der Leute zu bringen.
Eingestellt von digiradio um 09:53
Labels: DAB, DAB+, Spartenradio